Auch Reisezentren von Schließung bedroht: Bahn will elf von 13 Call-Centern schließen

Auch Reisezentren von Schließung bedroht
Bahn will elf von 13 Call-Centern schließen

Die Deutsche Bahn AG will wegen der schwachen Konjunktur und den geringeren Passagierzahlen einen Großteil ihrer Call-Center schließen.

Reuters BERLIN. Von den 13 Einrichtungen sollten nach einem Vorschlag der Tochter DB-Dialog elf geschlossen werden, sagte ein Unternehmenssprecher und bestätigte am Dienstag Angaben der Gewerkschaft Transnet. Transnet zufolge sind damit rund 1200 der 2200 Stellen in den Call-Centers bedroht. Statt der ursprünglich erwarteten 19 Millionen Anrufe pro Jahr rechne man nur noch mit 12 Millionen, erklärte Transnet. Diese Zahlen wollte der Bahn-Sprecher nicht bestätigen.

Als vollwertige Call-Center sollten nur noch Berlin und Schwerin weiter arbeiten. In Frankfurt und Hannover sollen den Plänen zufolge nur noch Beschwerden bearbeitet und Fahrkarten versandt werden. Der Bahn-Sprecher räumte ein, die Call-Center arbeiteten auf Grund der geringeren Zahl der Anrufe und der höheren Personalkosten bei der Bahn AG nicht konkurrenzfähig.

Die Bahn hatte bereits eingeräumt, dass die Passagierzahlen im Personenverkehr in den ersten beiden Monaten des Jahres rund sieben Prozent unter Plan liegen. Es gilt als sicher, dass die Zahlen allein für den Fernverkehr deutlich höher liegen. Die Bahn möchte Tickets vor allem über das Internet oder per Telefon verkaufen und will deshalb auch bis zu 300 ihrer rund 750 Reisezentren schließen.

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