Auch Risiken im Blick
Mittelstand sieht Chance in EU-Osterweiterung

Fast jedes zweite Mittelstands-Unternehmen in Deutschland sieht die EU-Erweiterung als eine Chance für das eigene Geschäft. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young unter 1 600 Betrieben hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

HB ESSEN. Demnach erwarten 44 % der deutschen Mittelstandsbetriebe neue Möglichkeiten für ihre Geschäfte. Allerdings sieht fast jeder dritte Mittelständler (30 %) die Erweiterung als Gefahr.

Der Optimismus werde fast ausschließlich von den bereits international tätigen Unternehmen getragen, die sich von dem Beitritt der zehn neuen EU-Länder bessere Geschäfte erhofften. Unternehmen, die den Schritt über die Grenze bisher noch nicht gewagt haben, sähen in der EU-Osterweiterung zumeist entweder eine Gefahr für ihr Geschäft oder keine Relevanz. Lediglich ein Prozent der deutschen Mittelständler, die nicht im Ausland aktiv sind, betrachte die Erweiterung als Geschäftschance.

Am optimistischsten seien die Berliner, Bayern und Nordrhein- Westfalen. 63 % beziehungsweise je 53 % der Mittelständler gingen davon aus, dass die Erweiterung der EU positive Auswirkungen auf ihr Geschäft haben werde. In Brandenburg, Sachsen- Anhalt und Niedersachsen überwiege hingegen die Skepsis: Fast die Hälfte der brandenburgischen Unternehmer (47 %) und immerhin 42 beziehungsweise 38 % der Mittelständler in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen würden die EU-Vergrößerung mit Sorge sehen. Am häufigsten in Osteuropa tätig seien Unternehmen aus Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen. "Entsprechend viele Unternehmen gehen in diesen Bundesländern von einem positiven Effekt aus", hieß es.

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