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Auch RWI hebt deutsche Konjunkturprognose an - 'Aufschwung hat begonnen'

(dpa-AFX) Essen - Auch das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI in Essen hat am Mittwoch seine Konjunkturprognose für dieses Jahr angehoben. Gerechnet wird mit 2,1 Prozent Wachstum. Für 2005 geht das RWI von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,8 Prozent aus, teilten die Konjunkturforscher am Mittwoch mit. Im Februar hatte das Rheinisch-Westfälische Institut noch 1,8 Prozent Wachstum für 2004 erwartet.

(dpa-AFX) Essen - Auch das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI in Essen hat am Mittwoch seine Konjunkturprognose für dieses Jahr angehoben. Gerechnet wird mit 2,1 Prozent Wachstum. Für 2005 geht das RWI von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,8 Prozent aus, teilten die Konjunkturforscher am Mittwoch mit. Im Februar hatte das Rheinisch-Westfälische Institut noch 1,8 Prozent Wachstum für 2004 erwartet.

Wichtigster Wachstumsmotor seien noch immer die Exporte. Bei der Beschäftigung verbessere sich die Lage aber nur sehr langsam. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit sei erst Ende 2004 wahrscheinlich.

Binnennachfrage Schwach

Schon im ersten Halbjahr 2004 verzeichneten die Konjunkturforscher eine Anstieg: "Unsere Einschätzung von Februar, dass ein Aufschwung begonnen hat, hat sich bestätigt", sagte RWI-Konjunkturexperte Roland Döhrn bei der Vorstellung des Berichts. Die positive Prognose sei teils aber auch auf die zusätzlichen Arbeitstage in diesem Jahr zurückzuführen. Am Dienstag hatte bereits das Münchner ifo Institut einen positiven Ausblick vorgelegt. Auch die Bundesbank hob ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum auf bis zu 1,8 Prozent an.

Bei einer noch immer schwachen Binnennachfrage blieben die teils zweistellig wachsenden Exporte die treibende Kraft. Das mache die deutsche Wirtschaft anfällig für weltweite Einflüsse, warnten die Experten. Sie stellten jedoch eine Umkehrung in Aussicht: Immer mehr Unternehmen stießen an ihre Kapazitätsgrenzen. Investitionen würden angeregt, die sich 2005 Jahr auch auf den Konsum auswirken könnten. "Voraussetzung ist aber, dass der Wachstumsfunke auf den Arbeitsmarkt überspringt", sagte Döhrn.

An die Adresse der Bundesregierung gerichtet forderte das RWI einen verlässlichen und geradlinigen Kurs in der Wirtschaftspolitik. Der Staatshaushalt müsse konsequent konsolidiert werden.

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