Auch Technologiewerte auf Talfahrt
Internetfirmen ziehen Wall Street ins Minus

Der Dow Jones verlor bis Handelsschluss 1,46&nbs;% auf 10 089,71 Punkte. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index gab gleichzeitig 2,32 % auf 3 213,79 Zähler nach. Der marktbreitere S&P 500-Index fiel um 1,79 % auf 1 349,97 Punkte.

dpa-afx NEW YORK. Die gehäuften Gewinnwarnungen der jüngsten Zeit belasteten nach Einschätzung von Händlern noch einmal erheblich die Kurse der unter Druck geratenen Papiere aus den Sektoren Internet und Computer-Chips. Das habe auch die Leitindizes klar in negatives Terrain herabgezogen. Die Stimmung am Markt war nach Angaben der Marktteilnehmer von Pessimismus geprägt. Die Anleger würden erst einmal Geschäftszahlen sehen wollen, bevor sie Aktien kaufen.

Die Entwicklung des Gesamtmarktes in den kommenden Tagen werde wesentlich von der "Qualität der Zahlen" abhängen, die IBM und Intel kurz nach Börsenschluss präsentieren werden. Neben den Bedenken bezüglich der Unternehmensgewinne herrsche am Markt Unsicherheit mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahl. Zudem stünden die hohen Ölpreise weiterhin im Hintergrund.

Nur Intel entzieht sich Abwärtstrend bei Halbleiterwerten

Überwiegend im Minus schlossen die Aktien der Halbleiterunternehmen. Der Philadelphia Semiconductor Index ging mit einem Abschlag von 9,29% auf 648,09 Punkte aus der Sitzung. Micron Technology stürzten um 13,91 % auf 29 $ ab. Paine Webber senkten ihre Einstufung für den Wert von "Buy" auf "Attractive". Morgan Stanley Dean Witter stuften Micron von "Strong buy" auf "Outperform" herab.

Applied Materials gaben 8,72 % auf 44,50 $ nach. Zuvor hatten sich die Analysten von Credit Suisse First Boston sich negativ über den Chipausrüster geäußert.

Intel dagegen kletterten um 1,40 % auf 36,19 $. Der Chip-Hersteller wird nach Börsenschluss seine Quartalsergebnisse präsentieren. First Call erwartet einen Gewinn je Aktie von 38 Cent. Am gestrigen Montag waren die Aktien über 11 % eingebrochen. International Business Machine IBM ) legten 1,69 % auf 113 $ zu. Der Computer-Hersteller wird nach der Schlussglocke ebenfalls Zahlen vorlegen.

Yahoo auf Jahrestief

Die Aktien des Internet-Sektors verbuchten deutliche Verluste, nachdem Lehman-Brothers-Analystin Holly Becker sich negativ zum Internetportal Yahoo äußerte. Sie riet trotz des Kursrückgangs der Yahoo-Aktie in den vergangenen Woche zur Vorsicht. Sich verlangsamende Umsatzentwicklungen zwängen das Unternehmen, auf "herkömmlichem Wege" über die Werbung Mehreinnahmen zu erzielen. Das Papier sei mit einem KGV von 100 oder einem Aktienpreis von 55 $ üppig bewertet. Yahoo rutschten mit einem Minus von 11,43 % unter ihren tiefsten Stand seit 52 Monaten und kosteten 48,94 $

Andere Internet-Titel gerieten in den durch Yahoo erzeugten Abwärtssog: Lycos verloren im Verhältnis geringfügige 2,52 % auf 38,63 $, während America Online um 17,13 % auf 43,60 $ einbrachen. Für AOL habe sich zudem negativ ausgewirkt, dass das Unternehmen am morgigen Mittwoch Quartalszahlen vorlegen wird und dass es Bedenken in bezug auf die Zustimmung der geplanten Fusion mit Time Warner gebe. Time Warner verbilligten sich um 15,73 % auf 65,56 $ .

Banktitel gaben nach

Auch die Finanztitel standen am Dienstag auf den Verkaufslisten der Investoren. Citigroup gaben 2,83&nbspD;% auf 49,38 $ nach und American Express verloren 3,59 % auf 53,75 $. Citigroup hatten vor Handelsbeginn ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Demnach stieg der Gewinn je Aktie gegenüber dem Vorjahr von 52 Cent auf 67 Cent. Damit lag das Ergebnis 2 Cent über den Marktschätzungen von First Call. Morgan Stanley fielen um 4,83 % auf 73,94 $, Goldman Sachs um 4,22 % auf 99,25 $ und Merrill Lynch verloren 0,96 % auf 57,81 $. Die Papiere des Online-Brokers Charles Schwab büßten 2,78 % auf 30,63 $ ein.

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