Auch Umsatz bricht ein
Juniper Networks weitet Quartalsverlust aus

Der amerikanische Netzwerkausrüster leidet unter ausbleibenden Investitionen in der Telekombranche. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel.

rtr SUNNYVALE. Der US-Netzwerkausrüster Juniper Networks hat angesichts der anhaltenden Investitionszurückhaltung in der Telekombranche bei einem kräftigen Umsatzrückgang seinen Verlust im abgelaufenen Quartal deutlich ausgeweitet. Analysten bezeichneten die vorgelegten Quartalsergebnisse im Licht der schwachen Branchenkonjunktur als solide. Nachbörslich verbilligten sich Juniper-Aktien.

Das Unternehmen gab am Donnerstag nach Börsenschluss einen Nettoverlust von 88,3 (Vorjahreszeitraum minus 29,7) Mill. Dollar oder 24 (minus neun) Cent je Aktie bekannt. Der Umsatz sei im dritten Quartal um ein Viertel auf 152 (201,7) Mill. Dollar zurückgegangen. Darin enthalten sind die Umsätze der im Juli vom Münchner Siemens-Konzern übernommenen Unisphere Networks. Siemens erhielt dafür 375 Mill. Dollar in bar und 36,5 Mill. Juniper-Aktien.

Vor Sonderposten wies das Unternehmen ein Minus von 8,4 (plus 32,5) Mill. Dollar oder zwei (plus zehn) Cent je Aktie aus. Analysten hatten hier einer Umfrage von Thomson First Call zufolge im Schnitt einen Verlust je Aktie in dieser Höhe prognostiziert bei einem Umsatz von 154,3 Mill. Dollar. Juniper selbst hatte im Juli vor Sonderposten ebenfalls einen Verlust von zwei Cent je Aktie sowie einen Umsatz von 155 Mill. bis 160 Mill. Dollar vorausgesagt.

Für das vierte Quartal geht Juniper nach den Worten von Finanzchef Marcel Gani von einem zum dritten Quartal unveränderten Umsatz aus. Der Verlust vor Sonderposten werde zudem mit einen Cent je Aktie erwartet. Juniper-Chef Scott Kriens bezeichnete in einer Mitteilung die Marktbedingungen als schwierig und zeigte sich erfreut, dass das Unternehmen die selbst gesteckten Ziele im Quartal erreicht habe. Analysten nannten die Geschäftszahlen solide. "In Anbetracht des Umfelds war das überhaupt kein schlechtes Quartal", sagte Sam Wilson von Merill Lynch.

Im nachbörslichen Instinet-Handel verloren Juniper-Papiere auf 5,00 Dollar, nachdem sie im regulären Nasdaq-Handel mehr als zwölf Prozent höher bei 5,18 Dollar geschlossen hatten.

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