Auch Valencia stark
Real-Traumstart dank Papst und Guti

Der Segen des Heiligen Vaters und der Torriecher von Ronaldo-Platzhalter Guti haben Real Madrid einen himmlischen Start in die Champions-League-Saison beschert. Im Spiel 1 seit der Aufnahme von Johannes Paul II. als Real-Mitglied Nummer 222 305 feierten die "Königlichen" gestärkt vom Besuch beim Papst nicht mal zwei Kilometer Luftlinie vom Vatikan entfernt im Olympiastadion der "Ewigen Stadt" ein souveränes 3:0 (2:0) beim AS Rom.

HB HAMBURG. Und ausgerechnet Jose-Maria Gutierrez, kurz Guti, der den 45-Millionen-Euro-Einkauf Ronaldo vertrat, avancierte mit zwei Toren (41./74.) zum Matchwinner.

"Gesegneter Guti" titelte die spanische "Marca" am Mittwoch, während "As" ihn nach seinem kaltschnäuzig erzielten Doppelpack sogar zum Erben Caesars kürte: "Ave Guti, römischer Kaiser." Dabei kam der bei den Fans nicht sonderlich beliebte Stürmer nur zum Einsatz, weil Weltmeister Ronaldo noch nicht wieder fit ist. Und es gilt als beschlossene Sache, dass er nach dessen Genesung den Platz im Traum- Sturm neben dem in Rom ebenso treffsicheren Raul (56.) räumen muss. Doch der 25-Jährige gibt nicht kampflos auf: "Ich habe bewiesen, dass ich in dieser Real-Elf spielen kann", frohlockte Guti. Mit seinen Europacup-Toren Nummer neun und zehn sorgte er zudem dafür, dass der Titelverteidiger "sein Imperium ausgeweitet" (El Mundo) und in Gruppe C die Führung vor dem KRC Genk und AEK Athen (0:0) übernommen hat.

"Rom geht vor Real Madrid in die Knie", urteilte "La Gazzetta dello Sport" und sprach von einer Demütigung und einer Lehrstunde. "Die Krise des italienischen Fußballs spiegelte sich in der Kraft, in der Klasse und in der Macht "Seiner Majestät' Real Madrid". Kritisch bewertete das Blatt die Leistung von Schiedsrichter Markus Merk. "Er war nicht auf der Höhe", monierte "La Gazzetta". Der Referee aus Kaiserslautern habe Vincenzo Montella einen Elfmeter verweigert und vor Gutis erstem Tor eine Abseitsstellung Zinedine Zidanes übersehen.

Auch Spaniens Meister FC Valencia lieferte beim nie gefährdeten 2:0 (2:0) über den FC Liverpool eine Demonstration der Stärke ab. "Spanien fünf, Europa null", brachte "As" nach den beiden Siegen die Vormachtstellung der Clubs aus der Primera Division auf einen Nenner. Pablo Aimar (20.) und Rubens Baraja (38.) stellten den ungefährdeten Sieg frühzeitig sicher. "Valencia fegt Liverpool vom Platz", fasste "Marca" die Ereignisse im Mestalla-Stadion zusammen, wo der FCV in der Meisterliga weiter ungeschlagen ist. Liverpool verlor neben den Punkten den DFB-Auswahlspieler Dietmar Hamann (Gelb-Rote Karte).

"Hamann vervollständigt eine Nacht der Hölle für die Reds", befand "The Daily Star". "Spanische Meister entlarven unsere Möchtegerne", kritisierte "The Daily Mail" die schlappen Akteure des FC Liverpool, der in Gruppe B gemeinsam mit Spartak Moskau (0:2 beim FC Basel) das Tabellenende ziert. Das Überraschungs-Team aus der Schweiz, das dank Hakan Yakin (50.) und Julio Rossi (55.) unerwartet gut startete, will an der gefürchteten Anfield Road auftrumpfen. "Wir sind dazu fähig, auch auswärts für Furore zu sorgen, aber dafür müssen wir Basler Leckerli zur Stärkung mitnehmen", glaubt Trainer Christian Gross.

Während Borussia Dortmund in Gruppe A nach dem 0:2 beim FC Arsenal hinter den Londonern sowie AJ Auxerre und dem PSV Eindhoven (0:0) nur Rang vier einnimmt, liegt in Gruppe D Ajax Amsterdam dank des 2:1 (2:0) über Olympique Lyon ganz vorn. Der schwedische Torjäger Zlatan Ibrahimovic, teuerster Einkauf der Club-Geschichte, war sein Geld wert und erzielte beide Tore (11./34). Doppelt trafen bei Rosenborg Trondheim - Inter Mailand (2:2) gleich zwei Akteure: Verteidiger Azar Karadas (52./64.) für die Norweger und für Inter Stürmerstar Hernan Crespo (33./78.). "La Gazzetta dello Sport" überschüttete den Ronaldo-Nachfolger nach dem glücklichen Ende mit Lob: "Fenomeno Crespo - zum Glück gibt es ihn."

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