Auch Valencia will Makaay
Bayern plant Doppeltransfer

Das Pokerspiel um den niederländischen Fußball-Nationalspieler Roy Makaay geht weiter. Der FC Bayern München hat im Ringen um die Verpflichtung des Torschützenkönigs der Primera División einen neuen Rivalen bekommen.

HB/dpa MADRID/MÜNCHEN. Wie die spanische Sportpresse am Donnerstag berichtete, will nach dem FC Barcelona nun auch der FC Valencia den 27-jährigen Stürmerstar vom spanischen Erstligisten Deportivo La Coruna in Dienst stellen. Die Bayern beobachten die Entwicklung gelassen und planen sogar einen Doppeltransfer. Neben Makaay soll auch der Argentinier Carlos Alberto Tevez geholt werden.

"Finanziell schließen sich beide Transfers im Moment aus - von der Position auf dem Spielfeld sicher nicht", sagte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der Bayern-AG, in der Münchner Tageszeitung "tz" (Donnerstagausgabe). Das Modell sieht vor, den 19- jährigen Mittelfeldspieler schon jetzt unter Vertrag zu nehmen, ihn aber noch ein Jahr bei den Boca Juniors in Buenos Aires weiterspielen zu lassen. Dann wäre die Ablösesumme erst 2004 fällig.

Eine Verpflichtung sowohl von Makaay wie auch von Tevez kommt für die Bayern aber nur in Frage, wenn die finanziellen Forderungen laut Rummenigge "im bezahlbaren Bereich" sind: "Wir werden uns sicher nicht auf verrückte Dinge oder finanzielle Abenteuer einlassen." Für Makaay will der FC Bayern angeblich 15 Millionen Euro zahlen. Mit dem Torjäger selbst gebe es noch "keinen konkreten Deal", so Rummenigge im "Kicker" (Donnerstagausgabe), "bevor wir nicht mit dem Club einig sind, macht das keinen Sinn."

Nach Angaben des Sportblattes "Marca" wird La Coruña zunehmend ungeduldig, weil es mit den Münchnern noch keine Einigung gegeben hat. Dem FC Barcelona werden in dem Transferpoker nur noch wenig Chancen eingeräumt. Valencias Sportdirektor Jesus García Pitarch teilte nach Angaben von "Marca" mit, dass der Stürmer dem Club von La Coruña angeboten worden sei. "Wir stehen noch am Anfang. Aber es steht fest, dass die Offerte ernst gemeint war", sagte Pitarch. Der FC Valencia wäre demnach bereit, eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro zu zahlen und zusätzlich einen Spieler - im Gespräch ist der Argentinier Kily González - an La Coruña abzutreten.

La Coruña benötigt dringend Geld. Das Sportblatt "As" berichtete, die Galicier seien bei der Zahlung der Spielergehälter zwei Monate im Rückstand. Zudem schulde der Club dem Ligarivalen Espanyol Barcelona sieben Millionen Euro für die Verpflichtung des spanischen Nationalspielers Sergio vor zwei Jahren. La Coruña laufe Gefahr, wegen der Schulden den Spieler an Espanyol Barcelona zurückgeben zu müssen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%