Auch Verstoß gegen britische Vorschriften
Rekordbuße für CSFB

Die britische Finanzmarktaufsicht hat die Investmentbank Credit Suisse First Boston für einen Täuschungsversuch in Japan zu einer Rekordbuße von vier Millionen Pfund verdonnert. Die Londoner Derivate-Einheit von CSFB habe zwischen 1995 und 1998 versucht, die japanischen Behörden irrezuführen, indem Beweismaterial über das Geschäft in Japan verborgen oder vernichtet worden sei, wie die Financial Services Authority (FSA) am Mittwoch weiter mitteilte.

Reuters LONDON. Die CSFB akzeptierte gemäss einer Mitteilung die Buße und habe die internen Kontrollmechanismen verbessert. Die betroffenen Mitarbeiter hätten das Unternehmen verlassen.

CSFB, die zum Schweizer Finanzkonzern CS Group gehört, verletzte laut FSA-Angaben auch britische Regeln, wonach Unternehmen ihre Handlungen intern dokumentieren und gegenüber den Aufsichtsbehörden offen sein müssen.

Das Tokioter Bezirksgericht hatte CSFB wegen Behinderung einer behördlichen Untersuchung im März 2001 ebenfalls gebüßt. Die britische Buße ist aber fast 20 Mal höher als die japanische und die höchste, die die Behörde jemals ausgesprochen hat.

CSFB gehört zu den Wall Street-Investmentbanken, die wegen irreführenden Analystenempfehlungen mit insgesamt mindestens einer Milliarde Dollar gebüßt werden könnten. Gemäß Medienberichten könnten davon rund 200 Mill. Dollar auf CSFB entfallen.

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