Auch Vollmann droht Rausschmiss
Schleudersitz 2.Bundesliga

Sechs Spieltage absolviert, drei Trainer entlassen. Die 2. Fußball-Bundesliga wird ihrem Ruf gerecht, dass die Trainerbänke im Bundesliga-Unterhaus Schleudersitzen gleichen.

HB/dpa HANNOVER. Und schon droht der nächste Rauswurf. Peter Vollmann steht bei Eintracht Braunschweig unter Druck, auch wenn es vor dem Heimspiel am Freitag gegen den 1. FC Köln die üblichen Treuebekundungen durch die Vereinsführung gibt. "Wir haben Vertrauen zu unserem Trainer", behauptet Eintracht-Chef Gerd Glogowski.

Dietmar Demuth war beim 1. FC St. Pauli der erste, Andy Egli beim SV Waldhof der zweite, und am Mittwoch folgte mit Stefan Kuntz beim Karlsruher SC bereits die Nummer drei. In keiner Klasse werden so oft die Trainer ausgetauscht wie in der 2. Liga. In der vergangenen Saison wechselten elf von 18 Vereinen den Coach aus, viele gleich mehrmals. Mehr als 30 verschiedene Trainer weist die Statistik aus, und der Trend setzt sich auch in dieser Spielzeit fort.

Von den Vereinen auf den vier Abstiegsrängen widerstand bisher nur Eintracht Braunschweig der Versuchung, es mit einem Trainerwechsel zu versuchen. Die Diskussion ist gleichwohl eröffnet. Dass es mit einem neuen Coach nicht unbedingt besser wird, können die Verantwortlichen in Braunschweig allerdings bei der Konkurrenz beobachten. Beim FC St. Pauli und bei Waldhof Mannheim, die am Freitag im Kellerduell aufeinander treffen, hat sich die Lage durch die neuen Übungsleiter nicht verbessert.

Diese Erkenntnis hielt die Führung des KSC nicht davon ab, Kuntz zu entlassen. Genauso wenig wie die am Dienstag von Manager Rolf Dohmen verkündete Parole: "Der Trainer steht nicht zu Disposition.´" Einen Tag später war der Coach schon arbeitslos und in der Partie am Sonntag bei LR Ahlen wird der bisherige Co-Trainer Marco Pezzaiuoli die KSC-Elf aufstellen.

Der mit Abstand dienstälteste Trainer der Liga ist beim Tabellenführer angestellt. Volker Finke, seit 1991 beim SC Freiburg unter Vertrag, überstand im Sommer auch den zweiten Abstieg und ist nun mit seinem Club auf dem besten Weg zurück in die 1. Liga. "Die Angst, ein Spiel zu verlieren, weicht langsam", sagt Finke, dessen Verein am Montag beim FSV Mainz antreten muss.

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