Auch Winfried Materna als Vorsitzender des Aufsichtsrats geht
Niebaum tritt zurück

Gerd Niebaum ist nicht mehr lange Präsident des börsennotierten Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Am 14. November tritt er zurück. Das ist das Ergebnis einer außerordentlichen Sitzung der wichtigsten Vereinsgremien.

HB DORTMUND. Gerd Niebaum tritt als Präsident zurück - bleibt aber Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Unter massivem Druck von allen Seiten räumt einer der mächtigsten Männer des deutschen Bundesliga-Fußballs zur Jahreshauptversammlung am 14. November nach 18 Jahren seinen Präsidenten-Stuhl, was einer Teilentmachtung gleich kommt. Die dramatische Last von mehr als 118 Millionen Euro Schulden, immer neue Vorwürfe an seiner Amtsführung und die sich verschärfende sportliche Krise zwingen Niebaum zum Teilrückzug. Winfried Materna nahm am Sonntag als Vorsitzender des Aufsichtsrats sofort seinen Hut.

Niebaums Nachfolger wird ein alter BVB-Bekannter. "Ich freue mich, dass Reinhard Rauball kandidiert. Es ist ein schönes Gefühl, dass mein Vorgänger auch mein Nachfolger wird", sagte Niebaum nach einer Sitzung der wichtigsten Vereinsgremien vor rund 40 Medienvertretern. Rauball wird von sofort an für den kompletten Profibereich zuständig sein. "Ich hatte eine andere Form der Lebensplanung. Ich habe aber nach kurzer Bedenkzeit zugesagt", so Rauball. Die Übernahme des Lizenzspielerbereichs sei "natürlich ein harter Brocken". Aber im Zusammenhang mit Borussia Dortmund müsse wieder mehr über Fußball gesprochen werden.

Im Zuge des Niebaum-Rücktritts geht auch Winfried Materna als Vorsitzender des Aufsichtsrats. "Wir haben eine Konstruktion gefunden, die eine große Veränderung bedeutet, aber auch zukunftsweisend ist. Wir sind alle mit dem Ergebnis zufrieden. Ich unterstütze diese Lösung aus vollem Herzen", sagte er. Ihm soll der Unternehmer Gerd Pieper folgen.

"Wir wollen gemeinsam das Konsolidierungsprogramm vorantreiben. Hier ist viel zu tun", zeigte sich Niebaum trotz seiner bevorstehenden Demission als Präsident optimistisch. Ebenfalls im Amt als zweiter Geschäftsführer und Profi-Manager bleibt Michael Meier. "In Zukunft kann man uns daran messen, ob es uns gelingt, das Schiff wieder auf Kurs zu bringen", kündigte Meier an.

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