Auch zum Ende der Quartalssaison bleiben die Hiobsbotschaften aus
Am Neuen Markt mehren sich die Hoffnungsschimmer

Mittlerweile erwarten Anleger zum Ende der Quartalssaison viele schlechte Nachrichten. Doch auch am Dienstag überwog Positives, was vielerorts als Hoffnungsschimmer interpretiert wurde. Der Nemax verlor am Ende jedoch leicht um 0,2 Prozent auf 848 Punkte, der Nemax50 gab 0,5 Prozent auf 809 Zähler nach.

FRANKFURT. Die Berichtssaison für das erste Quartal nähert sich in großen Schritten ihrem Ende, im Vergleich zu den vorherigen Quartalen gab es bisher aber nur wenige Hiobsbotschaften. Es ist zwar noch kein breiter Aufwärtstrend zu spüren, jedoch gibt es immer mehr Anzeichen dafür, dass die Talsohle bei den meisten Unternehmen durchschritten ist.

Auch die Mehrzahl der Analysten sieht inzwischen nicht mehr kategorisch schwarz, sondern würdigt die ersten Hoffnungsschimmer.

Beispiel D.Logistics: Der Hofheimer Logistik-Dienstleister verlor am Dienstag zwar 16,2 % auf 1,76 Euro, da er im ersten Quartal einen Fehlbetrag von 2,5 Mill. Euro erwirtschaftete. Dennoch stuften die Analysten von SES Research den Wert auf "marketperformer" hoch. Als Grund nannten sie den erzielten operativen Gewinn von 2,1 Mill. Euro, der deutlich über dem von ihnen erwarteten negativen Ergebnis lag. Zudem verlaufe die Restrukturierung gut, hieß es. Die D.Logistics-Aktie wird damit nach den Wirren zu Jahresbeginn noch einige Zeit heftig in Bewegung bleiben. Erst am Montag hatte sie 15 % zugelegt.

Auf dem Weg der Besserung befindet sich auch der österreichische Leiterplatten-Hersteller AT&S. Das Nemax50-Unternehmen übertraf im Geschäftsjahr 2001/2002 die Erwartungen der Analysten. Statt der geschätzten 1,9 Mill. Euro lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern bei 7,5 Mill. Euro. Wegen der Handy-Flaute musste die weltweite Nummer drei im Bereich Leiterplatten im vergangenen Jahr mehrfach ihre Prognosen nach unten korrigieren. Nun aber zeigen sich auch bei AT&S erste Anzeichen auf bessere Zeiten. So wurden jüngst die Absatzmengen für die beiden Hauptkunden Nokia und Siemens ausgeweitet und mit Sony soll zudem ein neuer Großabnehmer gewonnen werden. Allerdings testet der potenzielle Neukunde derzeit noch das Angebot, hieß es. Die Hoffnung auf eine Geschäftserholung beflügelte die AT&S-Aktie, die sich bereits in den letzten Wochen auf niedrigem Niveau stabilisieren konnte. Sie legte um 1,8 % auf 11,30 Euro zu.

Nur kurz währte hingegen der Aufwärtstrend bei Comtrade. Der Hamburger Leasing-Spezialist für IT-Güter konnte sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1 Mill. Euro verdoppeln, musste aber Abstriche beim Umsatz hinnehmen. Jedoch wurden die Prognosen für das laufende Jahr bestätigt. Die Aktie, die seit Ende März fast die Hälfte an Wert einbüßte, konnte anfangs über 8 % zulegen. Davon war jedoch am Abend nichts mehr übrig. Der Kurs verharrte auf Vortagesniveau bei 1,57 Euro.

Um 6,3 % auf 17,29 Euro stieg hingegen das Papier von Mobilcom, weil das Telekom-Unternehmen seine Geschäftskundentochter Mobilcom Systems auflösen will.

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