"Auf allen Kanälen"
Stoiber will Fernsehduell mit Schröder

Der Unions-Kanzlerkandidat, CSU-Chef Edmund Stoiber, hat ein Fernsehduell mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf allen Kanälen gleichzeitig vorgeschlagen.

dpa SCHWEINFURT. Die Sendung solle so viele Menschen wie nur möglich erreichen, sagte Stoiber am Freitag. RTL-Chefredakteur Hans Mahr regte an, dass sich ARD, ZDF und ProSieben/SAT.1 zur Vorbereitung an einen Tisch setzen.

Erst am Donnerstag hatte sich auch Schröder für ein Fernsehduell mit seinem Herausforderer vor der Bundestagswahl im September ausgesprochen. Die in den USA bereits seit mehreren Jahrzehnten gängige Praxis im Wahlkampf hatte er als "gutes Modell" bezeichnet. Schröders Vorgänger Helmut Kohl (CDU) hatte seinerzeit ein solches Duell abgelehnt.

Schröder favorisiert ein Gespräch mit dem Kontrahenten zwei Tage vor dem Wahltermin am 22. September, ein weiteres vier Wochen davor. RTL-Chefredakteur Mahr schlug am Freitag seinen Kollegen Ulrich Deppendorf (ARD), Nikolaus Brender (ZDF) und Claus Larass (ProSieben SAT.1) schriftlich vor, sich zu "einem Informationsgespräch" im Vorfeld zu verabreden. Er gehe nach wie vor davon aus, dass ein Rededuell im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, ein anderes im Privat- TV zu sehen sein werde, sagte Mahr.

ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender möchte dagegen beide Rededuelle bei ARD und ZDF belassen. "Das wird ein echter Elefanten-Ringkampf", sagte Brender der Hörfunkagentur dpa/Rufa.

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