Auf dem Euro lastet Verkaufsdruck
Höhenflug des Euro vorerst gestoppt

An den Devisenmärkten hat nach Einschätzung von Experten die seit Tagen erwartete Kurskorrektur beim Euro begonnen. Nach dem Höhenflug der vergangenen Handelstage fiel die europäische Gemeinschaftswährung am Dienstag zeitweise sogar deutlich unter die Marke von 1,15 Dollar.

HB/dpa FRANKFURT. Am Nachmittag konnte der Euro seine Verluste aber eingrenzen und die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1518 (Montag: 1,1597) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8682 (0,8623) Euro.

"Es sieht alles nach dem Beginn einer Kurskorrektur aus", sagte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Nachdem die deutschen Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Morgen wieder gestiegen sind, sei der Euro deutlich unter Druck geraten.

Am Nachmittag meldete das US-Wirtschaftsministerium dann aber ein überraschend hohes Handelsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten für den Monat März. Das sorgte nach Einschätzung von Experten zeitweise für eine Kurserholung beim Euro und die Gemeinschaftswährung schaffte auch wieder den Sprung über die Marke von 1,15 Dollar.

Dennoch verzeichnete der Euro weiterhin Kursverluste. "Man merkt, dass Verkaufsdruck auf der Währung lastet", beschrieb Expertin Praefcke den Handel. Der Markt habe eine Verschnaufpause eingelegt, denn sonst hätte der Euro nach den schlechten US- Konjunkturdaten eigentlich an die Marke von 1,16 Dollar steigen müssen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7165 (0,7197) britische Pfund, 134,41 (135,05) japanische Yen und 1,5165 (1,5133) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 350,40 (351,10) Dollar festgestellt. Der Kilobarren Gold kostete 9785 (Vortag: 9725) Euro.

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