Auf dem Labour-Parteitag
Blair fordert Nahost-Friedensgespräche bis Jahresende

Der britische Premierminister Tony Blair hat Israel und die Palästinenser aufgefordert, bis zum Jahresende abschließende Friedensverhandlungen aufzunehmen.

Reuters BLACKPOOL. "Bis zum Jahresende müssen wir die Verhandlungen zu einer endgültigen Lösung wieder in Gang gebracht haben, und sie müssen ausdrücklich einen von der arabischen Welt anerkannten israelischen Staat, frei von Terror, und einen lebensfähigen Palästinenser-Staat auf der Grundlage der Grenzen von 1967 zum Ziel haben", sagte Blair am Dienstag auf dem Labour-Parteitag in Blackpool.

Blair ist zuvor aus dem linken Flügel seiner Labour-Partei kritisiert worden, weil er Irak mit Krieg drohe, statt sich um ein Ende der Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern zu bemühen. Der britische Premierminister unterstützt den Kurs der US-Regierung, Iraks Verzicht auf Massenvernichtungswaffen notfalls mit Gewalt durchzusetzen.

Blair bekräftigte, die Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (UNO) müssten im ganzen Nahen Osten umgesetzt werden, nicht nur in Irak. "Was zurzeit im Nahen Osten passiert ist hässlich und falsch - die Palästinenser leben unter erbärmlichen Bedigungen, gedemütigt und ohne Hoffnung, (und) israelische Zivilisten werden brutal ermordet", sagte Blair.

Mindestens 1575 Palästinenser und 602 Israelis sind getötet worden, seit vor zwei Jahren nach stockenden Friedensverhandlungen die Palästinenser einen Aufstand für einen eigenen Staat begannen.

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