Auf dem Weg zu einer Kupfermine
Afghanisches Flugzeug mit Minister ins Meer gestürzt

Ein Propellerflugzeug mit acht Menschen an Bord ist an der pakistanischen Küste ins Meer gestürzt. Alle Insassen kamen wahrscheinlich ums Leben. Zu ihn zählten der afghanische Industrieminister Dschuma Mohammed Mohammadi und seine Begleiter sowie zwei chinesische Ingenieure.

dpa/rtr KARACHI. Die Maschine mit acht Menschen an Bord sei vor Karachi ins Meer gestürzt, teilte die pakistanische Marine mit. Die Marine habe vier Leichen geborgen und Trümmerteile des Flugzeugs vom Typ "Cessna" etwa 50 Kilometer vor der Hafenstadt Karachi entdeckt, sagte ein Sprecher. "Ich kann ihre Identität nicht bestätigen. Die Suche nach den anderen geht weiter", sagte er.

Zu den Passagieren gehörten außer dem Minister drei Vertreter seines Ministeriums, teilte die Luftfahrtgesellschaft Star Aviation mit, die das Flugzeug von einer privaten Hilfsorganisation gechartert hatte. Außer einem Vertreter des pakistanischen Außenministeriums sei auch der Chef eines chinesischen Unternehmens an Bord gewesen, das sich mit dem Bau von Pipelines beschäftigt.

Mohammadi hatte am Wochenende Gespräche über eine Pipeline geführt, die Turkmenistan und Pakistan miteinander verbinden und durch Afghanistan verlaufen soll. Es gibt verschiedene Pläne für den Bau von Ölpipelines in dem vorderasiatischen Gebiet, die durch die langjährigen Kriege in Afghanistan nicht vorwärtsgekommen waren.

Das Flugzeug gehörte der pakistanischen Edhi-Hilfsorganisation. Es war von einer Privatgesellschaft gechartert worden, um die Passagiere zu einer Kupfermine in Saindak in der Provinz Belutschistan zu bringen. Sie liegt nahe der Grenze zu Iran und Afghanistan und wird von einer chinesischen Firma betrieben. Um 8.45 Uhr Ortszeit (4.45 MEZ) brach der Funkkontakt zu der Cessna ab.

In der vergangenen Woche war im Norden Pakistans ein Militärflugzeug bei schlechter Sicht abgestürzt. 17 Menschen kamen dabei ums Leben, unter ihnen der Luftwaffenchef.

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