Auf dem Weg zu neuem Anschlag
Israel nimmt Universitäts-Attentäter fest

Israelische Sicherheitskräfte haben Medienberichten zufolge mehrere Angehörige der islamischen Organisation Hamas unter dem Verdacht festgenommen, den Anschlag auf die Hebräische Universität in Jerusalem im Juli verübt zu haben.

Reuters JERUSALEM. Der israelische Rundfunk und das Fernsehen berichteten am Mittwoch, die Festnahme von fünf Mitgliedern einer Hamas-Einheit aus Ost-Jerusalem sei bereits am Samstag vorgenommen worden. Bei dem Attentat waren neun Menschen getötet worden, darunter fünf US-Bürger. Am Morgen kam bei einem kurzzeitigen Vorstoß der israelischen Armee in das Flüchtlingslager Chan Junis im Gaza-Streifen ein Palästinenser ums Leben. Mehrere Gewalttaten haben einen Erfolg des vor drei Tagen ausgehandelten palästinensisch-israelischen Sicherheitsplans in Frage gestellt.

Die Hamas-Mitglieder seien auf dem Weg zu einem neuen Anschlag in Israel gestellt worden, berichtete der Rundfunk weiter. Vier Mitglieder der Gruppe wohnten im arabischen Ost-Jerusalem und besäßen israelische Personalausweise, die ihnen Bewegungsfreiheit in Israel gestatteten. Israel annektierte 1967 den Osten Jerusalems. Der Schritt fand jedoch keine internationale Anerkennung. Die Festgenommen sollen den Medienberichten zufolge auch an Anschlägen auf ein Cafe in Jerusalem und einen Billard-Club in Rischon Letzion beteiligt gewesen sein.

Kurzeinsatz Israels in Flüchtlingslager im Gaza-Streifen

Armeeangaben zufolge zerstörten israelische Soldaten bei dem Einsatz in Chan Junis zwei leer stehende Häuser, die als Versteck für Heckenschützen gedient hätten. Eines der beiden zerstörten Häuser explodierte nach palästinensischen Angaben und brachte umliegende Häuser zum Einstürzen. Dabei sei ein Mann von Trümmern erschlagen worden. Nach einem jüngst mit den Palästinensern vereinbarten Sicherheitsplan sollte Israel sein Militär aus Teilen des Gaza-Streifens abziehen. Der Plan soll der Entspannung im Gaza-Streifen und in Bethlehem im Westjordanland dienen. Im Gegenzug sollen die Palästinenser gegen Gewalt und Extremisten vorgehen.

Der Gründer der radikalen Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), George Habasch, forderte seine Anhänger auf, die Vereinbarung zu torpedieren. Die PFLP hatte bereits am Dienstag Israel Vergeltung für die Tötung des Bruders ihres Chefs, Ahmed Saadat, angekündigt. Habasch teilte in der syrischen Hauptstadt Damaskus mit, die Tötung von Mohammed Saadat zeige, dass der Kampf gegen den jüdischen Staat verstärkt und das israelisch-palästinensische Sicherheitsabkommen blockiert werden müsse.

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