Auf den raschen Aufstieg folgt der Niedergang
Dornen für Kabel New Media

jgo DÜSSELDORF. Der Kommunikationsdesigner Peter Kabel brachte seine Internetagentur im Juni 1999 an die Börse. Aus dem kleinen Unternehmen aus Hamburg wurde in kurzer Zeit eine Firma mit mehr als 1 000 Mitarbeitern. Das Erfolgsrezept: Die Börse honorierte vor allem rasantes Wachstum, und der Kapitalmarkt brachte Kabel New Media die Akquistionswährung. Elf Unternehmen kaufte Peter Kabel, in Deutschland, Großbritannien und in Schweden. Bezahlt wurden die Übernahmen in Form von Aktien. Die Verluste stiegen allerdings auch, Gewinne konnten bislang nicht erwirtschaftet werden.

Nun tritt die Firma den Rückzug an: Das US-Geschäft wurde aufgegeben, 15 Prozent der Mitarbeiter müssen gehen. Das Unternehmen soll übersichtlicher werden: Einheitliche SAP-Software und besseres Controlling führt Kabel New Media ins Feld. Auch an der Spitze wird gespart. Der Vorstand wird von fünf auf vier Personen verkleinert. Die Liquidität ist offenbar vorerst gesichert. Im Januar gab das Unternehmen bekannt, die New Yorker Aktiengesellschaft Global Emerging Markets (GEM) sei bereit, Aktien im Wert von maximal 15 Mill. Euro zu übernehmen.

Bei welchen Projekten Kabel New Media Potenzial sieht, war nicht in Erfahrung zu bringen. Für eine Stellungnahme war das Unternehmen nicht zu erreichen. Den Informationen auf der Website zufolge hält das Unternehmen den neuen Internet-Auftritt der Dresdner Bank mit "zielgruppenspezifischen Navigationselementen" für besonders gut gelungen.

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