Auf der Suche nach Investoren
EnBW will Salamander bis Jahresende verkaufen

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW will die SalamanderAG bis spätestens Ende des Jahres verkaufen. Salamander-Chef Wolfgang Müller will diesen Weg nicht mittragen und ist am Dienstag zurückgetreten.

rtr STUTTGART. "Wir sind auf der Suche nach Investoren, die die Zukunft dieses Unternehmens oder seiner Teile bestimmen werden", sagte EnBW-Vorstandschef Gerhard Goll am Dienstag in einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz in Stuttgart. Der drittgrößte deutsche Energieversorger wolle nicht mehr warten, bis die traditionsreiche Salamander AG ihr angestammten Geschäft mit Schuhen saniert habe. EnBW wolle das Unternehmen aus Kornwestheim Ende des Jahres nicht mehr konsolidieren und habe eine Investmentbank mit dem Verkauf beauftragt.

Müller sagte, er habe einen Verkauf erst nach der Sanierung, die im nächsten Jahr abgeschlossen sein sollte, für sinnvoller und Wert schaffender gehalten. Salamander hatte mit Schuhen zuletzt 20 Mill. ? Verlust erwirtschaftet, obwohl diese nur noch ein Fünftel des Umsatzes ausmachen. Eine Streichung der Salamander-Aktie vom Kurszettel, wie sie früher oder später mit dem am Montag beschlossenen "Squeeze-Out" des Streubesitzes verbunden sei, habe er ebenfalls nicht mittragen wollen, begründete Müller seinen Rücktritt.

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