Auf der Turboprop-Maschine ruhen die Hoffnungen
Rückschlag für Antonow-Konstrukteure

Der Absturz des Passagierflugzeugs An-140 in Iran ist ein weiterer Rückschlag für die Antonow-Flugzeugkonstrukteure in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Ähnlich wie die heute russischen Firmen Iljuschin, Tupolew oder Jakowlew müssen die Antonow-Werke seit dem Ende der Sowjetunion um ihre Chancen auf heimischen wie internationalen Märkten kämpfen.

HB/dpa KIEW. Geldmangel bremst die Entwicklung neuer Typen, technische Innovationen scheinen nicht ausgereift. Viele Airlines auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion setzen auf westliches Fluggerät.

Die verunglückte Antonow-140 war eins von erst vier serienmäßig produzierten Flugzeugen dieses Typs. Auf der Turboprop-Maschine ruhen die Hoffnungen für eine Erneuerung des überalterten Flugzeugsparks für Kurzstrecken in der früheren Sowjetunion. Die An-140, die 1997 erstmals flog, kann 52 Passagiere bis zu 2100 Kilometer weit befördern.

Wenig Segen ruhte bislang auch auf dem militärischen Transportflugzeug Antonow-70. Der erste Prototyp stürzte bei einem Testflug im Februar 1995 nach der Kollision mit einem Begleitflugzeug ab. Der zweite Prototyp machte im Februar 2001 bei Omsk in Sibirien eine Bruchlandung. Dabei stand die Bundeswehr kurz davor, die billige An-70 als neuen Transporter einzukaufen. Dann allerdings beschloss Deutschland aus bündnistaktischen Erwägungen, sich am Bau des europäischen Airbus-Militärtransporters A400 M zu beteiligen.

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