Auf der Verliererliste standen wegen trüber Prognosen unter anderem Finanz- und Brokerwerte
US-Märkte mit leichten Kursverlusten

Nach einem langweiligen Handelstag verabschieden sich New Yorks Aktienmärkte mit leichten Kursverlusten aus dem Handel. Der Dow Jones Index verlor 0,1 Prozent und schließt mit 10 401 Punkten. Vor allem die Kursverluste bei General Electrics haben das Börsenbarometer belastet. Übernahmeneuigkeiten beförderten die Aktie des Mischkonzerns auf die Verliererliste.

Nachdem die Übernahme von Honeywell durch die europäische Wettbewerbskommission untersagt wurde, plant der Mischkonzern nun den nächsten Übernahme. GE Capital, der Finanzbereich von General Electric, übernimmt Heller Financial für 5,3 Milliarden Dollar in bar. Der Finanzdienstleister ist auf die Vergabe von Krediten an kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert. Während die Anleger von GE wenig Begeisterung zeigen und die Aktie um 2,3 Prozent schwächer notierte, schloss das Papier von Heller Financial mit fast 47 Prozent ins Plus.

Auf der Verliererliste zeigten sich wegen trüber Prognosen am Montag auch die Finanz- und Brokerwerte. Das Papier von J.P. Morgan und die Aktie der Citigroup kosteten den Dow Jones Index Punkte. Wegen des schwachen Branchenumfelds und des schwierigen Verlaufs der Kapitalmärkte senken die Analysten der Investmentbank Goldman Sachs erneut die Ertragsaussichten für Lehman Brothers. In den vergangenen zehn Monaten reduzierte Goldman Sachs die Gewinnerwartungen für Lehman Brothers um insgesamt 35 Prozent. Sie stuften die Aktie von "überdurchschnittlicher Market Performer" auf "halten" herab. Das Brokerhaus J.P. Morgan reduziert die Gewinnerwartungen unter anderem für Morgan Stanley Dean Witter und Goldman Sachs.

Der Nasdaq Index rutschte 0,5 Prozent in die Verlustzone und geht mit 2017 Zählern aus dem Handel. Die Umsatzwarnung von Softwarehersteller Adobe kostete den Index einen Teil seiner Punkte. Der Softwarehersteller wird die Umsatzprognosen im dritten Quartal voraussichtlich nicht erfüllen. Die schlechte Marktlage in den USA und Asien seien dafür verantwortlich, sagte das Management. Das Trostpflaster: Adobe wird die Gewinnerwartungen dank Kostenreduktion voraussichtlich einhalten. Die Aktie verlor jedoch über fünf Prozent an Wert. Die Titel von Oracle und Peoplesoft notierten ebenfalls schwächer. Beide Aktien verloren fast zwei Prozent.

Kursgewinne bei Telefon-, Pharma- und Versicherungswerten konnten zum Wochenanfang nur für einen milden Ausgleich sorgen. Qualcomm, Microsoft und Ericsson hoben den Nasdaq Index kurzzeitig ins positive Terrain. Die Aktie von Cisco Systems zählte zu einem der größten Nasdaq-Verlierer, nachdem die Analysten von Dresdner Kleinwort Wasserstein die Aktie von "halten" auf "reduzieren" herabgestuft hatten. Ciscos Geschäftsbereich entwickle sich nach wie vor schwach. Eine Erholung sei bisher nicht in Sicht. Die Experten bestätigen dennoch die Gewinnerwartungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr. Cisco verlor rund ein Prozent. Freundliche Kommentare sorgten bei Advanced Micro Devices für Auftrieb. Die Aktien von Advanced Micro Devices seien günstiger als die des Konkurrenten Intel und seien obendrein unterbewertet. Mit dieser Beschreibung macht ein Bericht im Anlegermagazin Barron´s die Aktie des Chipherstellers zu einer der am meisten gehandelten Aktien. Konkurrent Intel legt ebenfalls an Wert zu.

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