Auf eine Dividende wird zu Gunsten weiteren Wachstums verzichtet
SAP SI-Aktionäre stimmen Kapitalerhöhung zu

Das Grundkapital des Software-Beratungshauses SAP Systems Integration soll bis zum 1. Mai 2006 um bis zu 17,5 Millionen Euro erhöht werden. Damit will sich das Unternehmen die Möglichkeit eröffnen, aus eigener Kraft Akquisitionen zu finanzieren.

rtr FRANKFURT. Die Aktionäre des Software-Beratungshauses SAP Systems Integration (SAP SI) haben einer geplanten Kapitalerhöhung des Unternehmens zugestimmt. "Damit schaffen wir uns mehr Flexibilität, was das weitere Wachstum angeht", sagte Finanzvorstand Jörg Vandreier am Dienstagim Anschluss an die Hauptversammlung. Der Vorstand sei ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 1. Mai 2006 in ein oder mehreren Schritten um bis zu 17,5 Mill. ? zu erhöhen.

Bei der Kapitalmaßnahme handele es sich um reine Vorkehrungsmaßnahme, um schnell ohne die Einberufung der Hauptversammlung reagieren zu können, sagte Vandreier. "Das zusätzliche Kapital wollen wir vornehmlich für Akquisitionen verwenden", fügte er hinzu. Die potenziellen Akquisitionen könnten "auch mal größer sein" und "den eigenen Kassenbestand übertrefffen". Zudem bestehe die Möglichkeit, kurzfristig gegen Aktien Unternehmen zu erwerben. Konkret stehe derzeit keine Kapitalerhöhung und Akquisition an. Zudem dürfe der Vorstand laut Beschluss der Hauptversammlung Options- oder Wandelschuldverschreibungen von bis zu zehn Mill. ? mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren begeben und Wandlungsrechte gewähren.

Eine Dividende wird nicht gezahlt

Zum Quartalsende habe die im Blue Chip-Index Nemax 50 des Neuen Markts gelistete Beratungstochter des Softwarekonzerns SAP über liquide Mittel von über 109 Mill. ? verfügt. "Wir sind hochprofitabel", sagte Vandreier. Das operative Geschäft könne SAP SI aus eigener Kraft finanzieren. Auch das im Februar übernommene US Prescient Consulting LLC-Beratungshaus sei mit liquiden Mitteln bezahlt worden. Der Bilanzgewinn von 10,1 Mill. ? werde gemäß der Zustimmung der Hauptversammlung auf neue Rechnung vorgetragen. SAP SI zahle keine Dividende, um das Geld in das Wachstum investieren zu können. "Das erwarten unsere Aktionäre von uns", sagte Vandreier.

Zudem sei ein neuer Aufsichtsrat gewählt worden, sagte Vandreier. Auf der Kapitalseite zählten jetzt Leo Apotheker, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung bei der Muttergesellschaft SAP, SAP-Finanzvorstand Werner Brandt, SAP-Vorstandssprecher Henning Kagermann und Bernd-Michael Rumpf, SAP-Regionaldirektor Schweiz, zum Gremium der SAP SI. "Diese Neubesetzung deutet darauf hin, dass SAP an seinem Anteil an SAP SI nicht rüttelt", sagte Vandreier. Derzeit halte der Walldorfer Softwarekonzern mehr als 53 % an der Dresdener Tochter. Für die Arbeitnehmerseit säßen weiter Maik Nestler und Frank Ficker im Aufsichtsrat.

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