Auf Forderung des Internationalen Währungsfonds reagiert
Argentinischer Senat stimmt neuem Konkursrecht zu

Mit der Zustimmung zu einem neuen Konkursrecht hat der argentinische Senat auf eine Forderung des Internationalen Währungsfonds (IWF) reagiert. Der IWF hatte einen stärkeren Gläubigerschutz gefordert und neue Finanzhilfen von der Gesetzesreform abhängig gemacht.

WiWo/ap BUENOS AIRES. Die Entscheidung vom Mittwoch beendete eine wochenlange erbitterte Debatte im Kongress des südamerikanischen Landes über Möglichkeiten, vom Konkurs bedrohte Unternehmen zu retten.

Ein vom IWF gefordertes Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität ist bislang noch nicht verabschiedet worden. Präsidentensprecher Eduardo Amadeo zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass der Kongress das Gesetz in der kommenden Woche zur Abstimmung bringt. Dies werde den Weg für eine Einigung mit dem IWF freimachen, sagte er. Präsident Eduardo Duhalde will außerdem die Provinzgouverneure zu größerer Sparsamkeit verpflichten. Der Gouverneur der hoch verschuldeten Region Buenos Aires, Felipe Sola, kündigte jedoch bereits an, er werde eine solche Vereinbarung nicht unterzeichnen.

Trotz mehrerer Notprogramme steckt Argentinien noch immer in der schwersten Finanzkrise seiner Geschichte. Die Rezession hält seit vier Jahren an. Die Arbeitslosigkeit liegt mittlerweile bei mehr als 20 %, der Peso verliert zunehmend an Wert.

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