Auf Grund einer technischen Reaktion
Mobilcom-Aktien setzen Kurserholung fort

Die am Frankfurter Neuen Markt notierten Papiere kletterten bis zum frühen Nachmittag über 16 % auf 42,49 Euro.

Reuters FRANKFURT. Die Aktien der Telefongesellschaft Mobilcom haben ihre am Freitag begonnene Erholung am Montag fortgesetzt. Nach kräftigen Kursverlusten in der vergangenen Woche stiegen die Titel auf Grund einer technischen Reaktion nun wieder, sagten Händler. Die am Frankfurter Neuen Markt notierten Papiere kletterten bis zum frühen Nachmittag über 16 % auf 42,49 Euro. Zudem habe ein Medienbericht, in dem der Kurseinbruch von Analysten als unbegründet bezeichnet wurde, positive Auswirkungen auf das Papier, sagte ein Händler. Der feste Gesamtmarkt verleihe den Mobilcom-Aktien zusätzlichen Auftrieb, hieß es. Der Neue Markt legte um mehr als vier Prozent zu. Spekulationen über finanzielle Probleme von Mobilcom hatten in der vergangenen Woche einen Kursrutsch auf ein neues Jahrestief von 28,10 Euro ausgelöst.

Die Kursgewinne der Aktien seien auf eine "technische Gegenreaktion nach dem Kurseinbruch der vergangenen Woche" und auf eine freundliche Tendenz am Neuen Markt zurückzuführen, sagte ein Börsianer. Zudem habe Mobilcom-Chef Gerhard Schmid am Wochenende erneut seinen Verbleib im Unternehmen betont und Spekulationen über einen baldigen Rücktritt dementiert. Dies sei vom Markt positiv aufgenommen worden, hieß es. "Warum sollte ich ausgerechnet jetzt aussteigen, wo es mit UMTS so spannend wird", hatte Schmid in einem Interview mit der "Berliner Zeitung" gesagt.

Spekulationen über finanzielle Probleme

In der Vorwoche waren die Mobilcom-Aktien infolge von Gerüchten über finanzielle Probleme im Zusammenhang mit dem im Sommer getätigten Erwerb einer Lizenz für das Mobilfunknetz der nächsten Generation (UMTS) auf ein Jahrestief von 28,10 Euro gefallen.Mobilcom hatte daraufhin beteuert, die Liquidität sei auch in Zukunft uneingeschränkt gesichert. Auch ein Mitarbeiter einer der Hauptgläubigerbanken hatte gesagt, dass die Finanzierung der UMTS-Lizenz bis zur Fälligkeit des Kredits 2002 gesichert sei. Zusammen mit der France Telecom hatte Mobilcom im August einer der deutschen UMTS-Lizenzen für den Mobilfunk der nächsten Generation im Wert von 16,5 Mrd. DM ersteigert.

Den Kurseinbruch der Mobilcom-Aktie hatten Analysten und Händler mit Verunsicherung seitens der Anleger begründet. Einem Bericht der "Euro am Sonntag" zufolge sehen Analysten keinen fundamentalen Grund für den Wertverlust der Aktie. "Die Fakten für die UMTS-Finanzierung liegen schon seit August auf dem Tisch und haben sich seitdem nicht geändert", zitiert das Blatt Alexander Kachler, Analyst bei Merck Finck & Co. Der faire Preis der Titel liege aus seiner Sicht bei 50 Euro, sagte Kachler weiter. Die Aktien profitierten von dem Bericht, sagte ein Händler.

Das langfristige Ziel von Schmid sei es, den Aktienkurs zu vervier- oder verfünffachen, sagte er der "Berliner Zeitung weiter. Im März kosteten die Papiere noch 210 Euro.

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