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Auf ins mobile Office

Unternehmen träumen davon, ihre Internet- und Intranet-Portale auch für mobile Endgeräte fit zu machen. Die Einsatzmöglichkeiten hinken hier jedoch hinterher. Telekom-Dienstleister Dr. Winfried Materna (Foto) erklärt, wo die Grenzen der Mobilfunk-Welt sind.

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Unternehmens-Portale entwickeln sich mehr und mehr zum wichtigsten Koordinationspunkt für Mitarbeiter und Partner im Rahmen der Geschäftsprozesse. Sie gewinnen als Web-basierte und personalisierte Oberfläche für Applikationen, Datenabfragen und Informationsnutzung zunehmend an Bedeutung. Die Meta Group bescheinigt Portalen sogar, dass sie in den nächsten Jahren zu einem kritischen Wettbewerbsfaktor für Großunternehmen werden. Auf dem Weg in die mobile Welt Was für den "internen Haus-Gebrauch" sinnvoll ist, hat seinen Weg auch in die mobile Welt gefunden. Unternehmensdaten zu mobilisieren und dem Mitarbeiter über ein mobiles Portal zur Verfügung stellen, ist eine der zentralen Anforderungen vieler Unternehmen an ihre Portal-Software. Hierzu zählen zum Beispiel der mobile Zugang zu bestehenden Unternehmensapplikationen wie Microsoft Outlook, Lotus Notes, ERP- und Customer-Relationship-Management-Systemen. Die heutigen Application-Server, die als zentrale Plattform für Internet-basierte Anwendungen fungieren, bieten in der Regel diesen Komfort. Inhalte und Anwendungen des Unternehmensportals können damit Endgeräte-unabhängig im XML-Format gespeichert werden. Abhängig davon, mit welchem Endgerät - PC, Handy, PDA oder Handheld-Computer - der Anwender auf die Daten zugreift, werden diese dank des XML-Formats in das jeweils benötigte Zielformat umgewandelt. Einsatzmöglichkeiten hinken noch hinterher Noch sind die Technologien aber nicht mit den Einsatzmöglichkeiten eines unternehmensinternen Portals zu vergleichen. Intelligente Intranet-Portale präsentieren sich als einheitliche Web-basierte Plattform, mit der eine personalisierte Informationslogistik im Unternehmen erreicht werden kann. Alle an einem Prozess beteiligten Personen verfügen zum Beispiel über den gleichen Wissenstand, können selbständig Material ordern oder auf für sie wichtige Applikationen, wie z. B. E-Mail, zugreifen. Die Herausforderung liegt darin, genau diese Vorteile in die Mobilfunkwelt zu übertragen. Der mobile Anwender will ähnlich wie am PC durch das Informations- und Service-Angebot navigieren. Die aktuellen Bandbreiten und Endgeräten, deren Displays nicht für den Einsatz als mobiles Unternehmensportal entwickelt wurden, lassen dies aber derzeit noch nicht zu. Erfolgsmodell SMS Wie wichtig es ist, mobil erreichbar zu sein, hat der Erfolg des Kurznachrichtendienstes SMS gezeigt. Der Short Message Service ist einfach, komfortabel und vor allem schnell - entscheidende Pluspunkte, die auch bei mobilen Portalen nicht vernachlässigt werden dürfen. Für mobile Anwendungen gilt heute aber leider immer noch in der Regel die normale GSM-Kommunikation mit 9,6 Kilobit in der Sekunde. Mit GPRS (General Packet Radio Service) steht seit kurzer Zeit die schnellere, paketvermittelte Übertragungstechnik zur Verfügung. Dem Anwender steht damit eine Geschwindigkeit von bis zu 56 kBit/s zur Verfügung und er ist quasi "always on". Auf dem Weg zum vollwertigen mobilen Portal haben Unternehmen mehrere Möglichkeiten: Einfache Applikationen sind mittels SMS möglich. So bietet Tibco mit seinem Alert-Server zum Beispiel eine Art Push-Software für die sofortige Übermittlung von Ereignissen (zum Beispiel Änderungen eines Auftrags) an mobile Geräte. Mobiles Office via ASP Erst richtig deutlich, welches Potenzial in diesem Segment liegt, macht die Kooperation der beiden Branchengrößen T-Mobile und Microsoft. Beide Unternehmen wollen in Zukunft gemeinsam mobile Dienste für Geschäftskunden anbieten, mit deren Hilfe die Nutzer Zugang zu Anwendungen ihrer Firmen über mobile Geräte wie PDAs erhalten. Microsoft will dafür die Application-Server-Software liefern und Zugangs- sowie Service-Portale für die PDAs bereitstellen. Damit kann der Mitarbeiter mobil sämtliche Outlook- und Office-Recourcen nutzen - von der E-Mail über den Kalender und das Adressbuch bis hin zum Word-Dukument oder der Powerpoint-Präsentation. (*) 1980 gründete Winfried Materna die Materna und erkannte damit frühzeitig, welche große Zukunft die Informationstechnologie haben würde. Lesen Sie mehr über den Materna-Chef in seinem Portrait weiter ...

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