Auf Irak-Krise vorbereitet
Lufthansa fliegt auf das Internet

Die Lufthansa will angesichts schwacher Buchungen und der Konkurrenz der Billigflieger ihren Ticketverkauf per Internet und Telefon ausweiten.

HB/dpa BERLIN. Der in Deutschland eingeführte Abschlag von 10 Euro bei Online-Buchung könne auch für andere Märkte wie die Schweiz interessant sein, sagte der Bereichsvorstand für Vertrieb, Thierry Antinori, auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin. Auch das neue Tarifsystem mit innerdeutschen Niedrigpreisen ab 88 ? könne über Ziele in Großbritannien, der Türkei und Österreich hinaus ausgebaut werden. "Wir beobachten die Entwicklung und schließen nicht aus, es auf andere Märkte auszuweiten."

Die derzeitige Krise der Luftfahrt werde bleibende strukturelle Veränderungen hinterlassen, sagte Antinori. "Das Internet wird sich weiter als Medium für preissensible Kunden behaupten. Die strikten Richtlinien für Geschäftsreisen werden bleiben. Der Einfluss der Billig-Airlines auf den Linienflugmarkt wird bestehen." Von den Niedrigpreisgesellschaften lasse sich lernen, wie neue Kunden zu gewinnen seien. Diese würden sich eines Tages auch für Interkontinentalflüge interessieren.

Die schwierige Lage der Branche sei derzeit vor allem ein Konjunkturproblem, sagte Antinori. "Der Irak-Anteil daran lässt sich nicht heraussortieren." Nach den bisherigen Kapazitätskürzungen könne die Lufthansa auch auf weitere Beeinträchtigungen bei einer Eskalation des Nahostkonflikts reagieren. "Wir sind vorbereitet und haben Erfahrung, notfalls bei einem Krieg das Netz umzugestalten." Dies sei abhängig von der Dauer und der geographischen Ausdehnung eines Konflikts.

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