Auf Nettobasis seit Juli profitabel
Suchmaschine Google schreibt schwarze Zahlen

Die Internet-Suchmaschine Google kann sich anders als manches Konkurrenz-Unternehmen nicht über schlechte Geschäftsentwicklungen und die Werbeflaute im Internet beklagen. Zugleich kündigte das Unternehmen mit Sitz in Mountain View (Kalifornien) die Eröffnung einer Verkaufsniederlassung in Hamburg an, über die das Unternehmen Werbetreibende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz betreuen will.

dpa HAMBURG. "Auf Nettobasis sind wir seit Juli profitabel", sagte Omid Kordestani, Senior-Vize-Präsident des Unternehmens, am Montag in einem Gespräch mit FAZ.NET, dem Online-Magazin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Da die deutsche Sprache nach Englisch die weltweit am häufigsten benutzte Sprache für Suchanfragen unter Google ist, wolle das Unternehmen mit der jüngsten Verkaufsniederlassung den deutschsprachigen Markt intensiver betreuen. "Der deutsche Anzeigenmarkt ist eine bedeutende Möglichkeit, um unsere weltweiten Einnahmen zu erhöhen", sagte Kordestani.

Das vor einigen Monaten von der Stiftung Warentest als beste Suchmaschine ausgezeichnete Angebot wurde vor drei Jahren gegründet und entwickelte sich mit heute rund 150 Millionen Suchaufträgen am Tag schnell zu einer der beliebtesten Suchmaschinen im weltweiten Datennetz. Geld verdient Google sowohl mit Werbung als auch durch die Lizenzierung von Suchtechnologien an Firmen wie Yahoo oder Sony. Wie hoch der Gewinn in diesem Geschäftsjahr voraussichtlich ausfallen wird, gab das Unternehmen nicht bekannt.

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