Auf Sicht von Jahrzehnten haben Aktienfonds im Durchschnitt höhere Erträge abgeworfen als andere Fondsgruppen
Kerninvestment für das Einsteigerdepot

Internationale Aktienfonds dienen dem langfristigen Vermögensaufbau. Experten raten zu bereits bewährten Produkten.

FRANFKURT/M. Allmählich freunden sich auch private Anleger wieder mit Aktienfonds an. Nach Umfragen der Vermögensverwaltung JP Morgan Fleming und der Schweizer Bank UBS ist die Stimmung unter Investoren so gut wie seit zwei Jahren nicht mehr - allerdings herrscht noch Kaufzurückhaltung. Günter Schlösser, Geschäftsführer der unabhängigen Vermögensberatung Portfolio Concept, beobachtet, dass Anleger sich zögerlich wieder Aktienfonds nähern. "Seit dem Spätherbst sind viele Anleger wieder sehr aktiv", sagt auch Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer des unabhängigen Fondsberaters SJB Fondsskyline.

Mit den Erfahrungen der letzten Baisse im Hinterkopf und Altlasten im Depot stellten sich viele Anleger nun strategische Fragen, sagt Schlösser. So müssten sich manche Kunden noch klar machen, dass Aktieninvestments eben nichts mit Festgeldanlagen zu tun hätten, und der Wert des angelegten Kapitals schwanke.

Grundsätzlich zählen die internationalen Aktienfonds mit ihren weltweiten Anlagemöglichkeiten zu den so genannten Kerninvestments im Depot, mit denen Anleger langfristig ein Vermögen aufbauen können. Denn zumindest auf Sicht von Jahrzehnten haben Aktienfonds im Durchschnitt höhere Erträge abgeworfen als andere Fondsgruppen, wie der Fondsverband BVI regelmäßig ermittelt. Und im Vergleich zum direkten Kauf von Aktien erreicht ein Anleger mit einem Dutzend Fonds im Depot eine größere Risikostreuung als mit ebenso vielen einzelnen Aktien. Zudem entlasten die Fondsprofis Anleger von der Auswahl und Überwachung des globalen Aktienkorbs.

Für Fondsberater Bennewirtz gehören internationale Aktienfonds folglich in jedes Einsteigerdepot. Auch Pensionären, die mittels Entnahmeplänen monatliche Rentenzahlungen aus einem Kapitalstock beziehen, empfiehlt er, nicht alles in die meist schwankungsärmeren Renten- oder Immobilienfonds zu setzen, sondern einen Teil in internationalen Aktienfonds zu lassen.

Wegen der Kursschwankungen sollten Anleger ihr Aktienfondsvermögen auf längere Sicht - laut Beratern mindestens fünf Jahre - nicht brauchen. "Um frei von Verkaufszwängen zu sein, sollte man dies nicht mit Konsumzielen vermengen", meint Schlösser.

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