Auf Südphilippinen
Abu Sayyaf nimmt sechs Geiseln

Die militante Moslemgruppe Abu Sayyaf hat auf der südphilippischen Insel Jolo sechs Einheimische in ihre Gewalt gebracht. Ein zunächst mit ihnen verschlepptes moslemisches Paar sei kurze Zeit später wieder auf freien Fuß gesetzt worden, teilte Verteidigungsminister Angelo Reyes am Mittwoch mit.

HB/dpa ZAMBOANGA. Bei den Geiseln handele es sich um fünf Frauen und einen Mann, die in der Stadt Patikul Kosmetika verkaufen wollten. Zwei Bewaffnete hätten ihren Bus gestoppt und sie in den nahen Dschungel gezwungen. Die Armee habe Soldaten in die Region entsandt, um die Geiseln zu befreien, sagte Reyes.

Es war die erste Entführung der Abu-Sayyaf-Gruppe seit dem Ende eines mehrmonatigen amerikanisch-philippinischen Manövers im Kampf gegen die Extremisten vor drei Wochen. Sie sollen Verbindungen zum El-Kaida-Netzwerk von Osama bin Laden haben. Vor zwei Jahren hatte Abu Sayyaf weltweit für Schlagzeilen mit der Entführung einer Gruppe westlicher Touristen gesorgt, darunter die Göttinger Familie Wallert. Ihre Stärke wird auf mehrere hundert Mann geschätzt.

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