Auf unbestimmte Zeit
Modeschneider Prada verschiebt Börsengang erneut

Das italienische Modeunternehmen Prada zögert den Gang aufs Parkett weiter hinaus: "Der Börsengang von Prada wird auf unbestimmte Zeit verschoben, weil der Finanzmarkt derzeit den Wert der Prada-Gruppe nicht voll würdigen kann," sagte Vorstandschef Patrizio Bertelli im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe).

HB DÜSSELDORF. Er begründete die Entscheidung mit den gegenwärtig schlechten Bedingungen an den Finanzmärkten. "Als wir uns in der ersten Aprilwoche für den Börsengang entschieden, sah der Markt noch total anders aus", erklärte er. Die Umsatzentwicklung in den eigenen Geschäften sei bis dahin gut verlaufen. Danach habe sich der Nahostkonflikt und die Furcht vor neuen Terroranschlägen negativ ausgewirkt. Für Bertelli ist der Markt in einer Übergangsphase, in der man vor allem Ruhe bewahren müsse. Der erneute Aufschub des Börsengangs sei aber kein Beinbruch: "Ich wollte nicht des Geldes wegen an die Börse, sondern um einen Prozess fortzusetzen, der 1998 mit einer Reihe von Zukäufen begonnen hatte", sagte Bertelli. Weitere Zukäufe schließt der Prada-Chef derzeit aber aus: "In einer kritischen Marktsituation sollte man sein Territorium nicht verlassen."

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