Auf und Ab der Märkte halte wohl noch einige Zeit an
Banken raten Anlegern weiterhin zur Vorsicht

Anleger am Aktienmarkt sollten nach Einschätzung von Börsenbeobachtern in der kommenden Woche weiterhin vorsichtig agieren.

adx FRANFURT/MAIN. Denn trotz der zuletzt positiven Signale von US-Notenbankpräsident Allan Greenspan, der an den Börsen Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen und damit steigende Aktienkurse weckte, wird das Auf und Ab der Märkte wohl noch einige Zeit anhalten. So verweist die Frankfurter Commerzbank darauf, dass vereinzelte schlechte Unternehmensnachrichten nach wie vor zu massiven Kursrückgängen führen können, wie die Gewinnwarnung von Apple in der vergangenen Woche gezeigt habe.

Das mittelfristige Umfeld am deutschen Aktienmarkt sehen die Commerzbank-Analysten positiv. Anleger sollten bei Käufen aber "sehr selektiv" vorgehen. Zu empfehlen seien beispielsweise AMB, Degussa-Hüls, Siemens, oder - am Neuen Markt - Singulus.

Die Bankgesellschaft Berlin bleibt ebenfalls skeptisch. Sie sieht noch keine eindeutigen Signale für eine Trendwende oder wenigstens Bodenbildung am Aktienmarkt. Der Gefahr eines abrupten Einbruchs der US-Konjunktur ("hard landing") stehe auf der Positivseite ein festerer Euro bei sinkenden Ölpreisen gegenüber. Sollte dies zu verstärkten Kapitalzuflüssen in die Euro-Zone führen, könnte es doch noch eine "kleine Weihnachtsrallye" geben. Ab wann "das Eis hält", sei jedoch nur schwer zu beantworten.

Die GZ-Bank aus Frankfurt sieht für die kommenden Wochen nur ein begrenztes Aufwärtspotenzial am Aktienmarkt. Namentlich bei Technologiewerten sei ein breit angelegter Einstieg noch verfrüht. Anleger sollten auf "nachweisbare Qualität" achten und sich an Werte wie Aventis oder Deutsche Bank halten.

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