Auf Zehntages-Hoch geklettert
Dollar wegen Spannungen in Nahost stark unter Druck

Der Dollar ist am Montag wegen Sorgen über die wachsenden Spannungen im Nahen Osten zum Euro um rund einen Cent gefallen. Die Gemeinschaftswährung kletterte im umsatzschwachen US-Handel auf ein Zehntages-Hoch über 0,88 Dollar.

Reuters NEW YORK. Auch der Schweizer Franken und das britische Pfund zogen an. Anleger seien angesichts der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern beunruhigt über mögliche Auswirkungen auf die USA, sagten Händler. Die meisten europäischen Devisenmärkte blieben am Ostermontag geschlossen.

Am frühen Abend (MESZ) lag der Euro bei 0,8816/15 Dollar, nachdem er das US-Geschäft mit 0,8737 Dollar eröffnet und den Handel in der vergangenen Woche mit Kursen knapp über 0,87 Dollar verlassen hatte. Die Gewalteskalation im Nahen Osten habe Investoren verunsichert und auch die US-Aktienmärkte gedrückt, sagten Händler. Die Angst vor Anschlägen auch in den USA sei nun wieder gewachsen. Angesichts der geringen Umsätze dürften die Kursverluste des Dollar aber nicht überbewertet werden. "Jedes neue Unglück in Nahost beunruhigt die Investoren, aber ich würde in die Kursbewegungen nicht zu viel hineininterpretieren", sagte John McCarthy von ING Barings.

Die US-Währung verlor auch zum britischen Pfund und zum Schweizer Franken deutlich. Ein Pfund kostete mit 1,4425 Dollar so viel wie seit mehr als einem Monat nicht mehr. Zur Schweizer Währung notierte die US-Valuta mit Kursen um 1,66 Franken je Dollar. Der Franken gelte weiter als einer der sichersten Anlagehäfen, begründeten Händler die Gewinne der Schweizer Währung. Dies habe auch die Nachfrage nach anderen europäischen Währungen gestützt.

Kaum Reaktionen an den Devisenmärkten sahen Händler nach dem Anstieg des US-Konjunkturindex des Institute for Supply Management (ISM), der im März unerwartet auf 55,6 von 54,7 Punkten im Februar gestiegen ist.

Wie der Dollar verbuchte auch der Yen zum Euro deutliche Kursverluste, nachdem das Konjunkturbarometer der Bank von Japan für die Stimmung in japanischen Großunternehmen - der Tankan-Bericht - im März unerwartet schwach ausgefallen war. Die Gemeinschaftswährung stieg im Tagesverlauf um rund zwei Yen auf 117,50 Yen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%