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Aufatmen an der Wall Street

Die New Yorker Börse hat am Donnerstag den Handel fester beendet. "Nach zwei schwachen Tagen in Folgen hat der Markt heute durchgeatmet", sagte ein Händler.

dpa-afx NEW YORK. Einen besonderen Katalysator für den positiven Kursverlauf habe es nicht gegeben. Vielmehr seien zuletzt zahlreiche Papiere überverkauft worden. Dies sei jetzt zum Teil wieder korrigiert worden.

Keine einheitliche Tendenz wiesen die am Donnerstag veröffentlichten neuen Konjunkturdaten auf. Während die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung unerwartet deutlich stiegen, legten die Verkäufe neuer Eigenheime im Oktober überraschend zu. Die Auftragseingänge für langlebige Güter kletterten gleichzeitig um 12,8 % und damit so stark wie seit 1992 nicht mehr.

Die drohende Zahlungsunfähigkeit von Enron belastete den Markt allerdings erneut. Die befürchtete Insolvenz des Energiehändlers - es wäre die bislang größte in den USA - drückte zeitweise auch die Kurse großer Banken, die nun um die Rückzahlung ihrer Kredite bangen müssen.

Der Dow-Jones-Index gewann 117,56 Zähler oder 1,21 % auf 9 829,42 Punkte. Der marktbreitere S&P 500 stieg um 1,04 % auf 1 140,23 Punkte.

Enron setzten die dramatische Talfahrt vom Vortag fort und schlossen unter der Marke von einem Dollar. Die Papiere des hochverschuldeten Konzerns sanken um 40,98 Prozent auf 0,36 Dollar. Auch der Aktienkurs des Konkurrenten Dynegy gab erneut nach und notierte bei 33,65 Dollar mit 8,58 Prozent im Minus. Dynegy hatte am Mittwoch die Übernahme von Enron für gescheitert erklärt.

Unter den Hauptgläubigern von Enron gerieten die Aktien der Investmentbank JP Morgan durch die drohende Insolvenz zunächst erneut unter Druck. JP Morgan gingen nach den heftigen Vortagesverlusten schließlich mit einem Plus von 1,49 Prozent auf 38,06 Dollar aus dem Handel.

Die Bank of America hatte am Mittwoch nach Börsenschluss ihre Gewinnziele bekräftigt. Am Ziel eines langfristigen Wachstums beim Gewinn je Aktie (EPS) von mindestens 10 Prozent werde festgehalten, teilte das Finanzinstitut mit. Das langfristige Umsatzwachstum soll zwischen 6 und 9 Prozent betragen. Bank of America kletterten 3,06 Prozent auf 63,60 Dollar.

Dagegen verloren Johnson & Johnson 2,52 Prozent auf 58,48 Dollar. Morgan Stanley hatte die Papiere des Pharma- und Konsumgüterkonzerns von "Outperform" auf "Neutral" heruntergestuft. Gefragt waren die Aktien von Airlines. Deutsche Banc Alex Brown stufte vier Werte von "Buy" auf "Strong Buy" herauf. Dazu gehörten AMR, die 3,09 Prozent auf 21,05 Dollar zulegten.

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