Aufatmen bei Serena Williams
Tim Henman im Halbfinale

Tim Henman steht im Halbfinale der All England Championships in Wimbledon. Mit seinem hart erkämpften 6:3, 5:7, 6:4, 6:3- Erfolg gegen den Brasilianer Andre Sa sorgte "Henaldo" für die von seinen Landsleuten lautstark geforderte Revanche für das WM-Scheitern der englischen Fußballer.

dpa LONDON. "Henaldo" Tim Henman steht im Halbfinale der All England Championships in Wimbledon. In einem spannenden Viertelfinale setzte sich der britische Tennis-Heros am Donnerstag gegen Andre Sa durch und schaffte mit seinem hart erkämpften 6:3, 5:7, 6:4, 6:3- Erfolg gegen den Brasilianer die von seinen Landsleuten lautstark geforderte Revanche für das WM-Scheitern der englischen Fußballer. Die Hängepartie war tags zuvor nach dem ersten Satz in der Dunkelheit des regnerischen Londons unterbrochen worden.

"Zeig's ihnen Henaldo", titelte "The Sun" und garnierte die Forderung mit einem Bild Henmans im Haar-Dress des brasilianischen Weltmeisters Ronaldo. In der Vorschlussrunde zählen keine Späße mehr. Dann geht es gegen Weltmeister Lleyton Hewitt aus Australien oder den Niederländer Sjeng Schalken. Erst vor knapp zwei Wochen kreuzten Henman und der in Wimbledon topgesetzte Hewitt die Klingen. Im Finale des Vorbereitungsturniers im Londoner Queen's Club siegte Hewitt in drei Sätzen.

Henman hatte es gegen den ungesetzten Sa weit schwerer als erwartet. Der Brasilianer hatte bei vier Wimbledon-Starts bislang nur ein Spiel gewonnen; bei zehn Grand-Slam-Auftritten war er nie über die zweite Runde hinaus gekommen. Bei den Australian und French Open in diesem Jahr verabschiedete er sich bereits in Runde eins. Doch im kuriosen Wimbledon-Turnier 2002 war alles anders. Das bekam auch der "Prinz der Dunkelheit" (Daily Mail) zu spüren, der sich allerdings auf die Unterstützung seiner Landsleute verlassen konnte, die ihre "Henmania" weiter feiern können.

Aufatmen konnte auch Serena Williams. Vor ihrem Halbfinal-Match gegen die Französin Amelie Mauresmo nahm die britische Polizei einen aufdringlichen deutschen Fan fest, der die Amerikanerin seit Wochen verfolgt und belästigt hat. "Serena ist gefangen im eigenen Haus", schrieb die "Daily Mail" dazu und berichtete, dass der 34-Jährige aus Frankfurt/Main vom Sicherheitsdienst des All England Lawn Tennis & Crocket Clubs unter Arrest gestellt und der Polizei übergeben worden sei.

Der Mann, der aus Bremen stammen und in Frankfurt leben soll, hat die 20-Jährige in den vergangenen Wochen kreuz und quer durch Europa verfolgt. Zunächst tauchte er in Rom auf, dann bei den German Open in Berlin und schließlich in Paris bei den French Open. In London hatte er Stadionverbot. Wie die Zeitung unter Berufung auf einen Sprecher der Londoner Polizei schrieb, soll der 34-Jährige umgehend zurück nach Deutschland geschickt werden. Serena Williams will sich trotz allem weiter von einem Bodyguard rund um die Uhr schützen lassen.

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