Aufeinandertreffen der Ex-Teams
Vogts besucht Kuwait vor Deutschland-Spiel

Berti Vogts ist viel unterwegs in diesen Tagen. Schottlands Fußball-Nationaltrainer besuchte am Dienstag sein Ex-Team Kuwait vor dem Länderspiel gegen Deutschland in Freiburg, am Mittwoch reist er zur Uefa-Konferenz nach Rotterdam und am Donnerstag fliegt er schon wieder zurück in seine neue Wahl-Heimat Glasgow.

sid RUST. Vor dem Aufeinandertreffen seiner beiden ehemaligen Mannschaften wollte der Ex-Bundestrainer in erster Linie noch einmal die Kuwaitis treffen, um ihnen seine Unterstützung anzubieten. "Ich bin hier, um meinem Nachfolger und den Spielern ein wenig Hilfestellung zu geben. Kuwait hat nach dem 11. September des vergangenen Jahres große Probleme, Spielpartner zu finden", erklärte Vogts seinen Besuch im Trainingslager der Kuwaitis in Rust. Deutschlands Europameister-Trainer, der im Februar nach nur einem halben Jahr seinen Job am Persischen Golf wieder aufgegeben hatte um die schottische Mannschaft zu übernehmen, denkt noch gerne an die Zeit im Emirat: "Wir sind in Freundschaft auseinandergegangen, aber ich wollte eben zurück in den realen Fußball."

Das Testspiel in Freiburg ist nach Ansicht von Vogts vor allem für die Elf von DFB-Teamchef Rudi Völler ein wichtiger Fingerzeig im Hinblick auf die WM in Japan und Südkorea (31. Mai bis 30. Juni). "Die Kuwaitis spielen ähnlich wie Saudi-Arabien. Das Spiel in Freiburg war eine gute Entscheidung von Rudi Völler. In der Region wird anders Fußball gespielt. Der Ball steht an erster Stelle. Dafür wird die Organisation in der Abwehr vernachlässigt", meinte der 55-Jährige. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) trifft in ihrem ersten WM-Spiel am 1. Juni auf Saudi-Arabien. "Im Ergebnis wird es in Freiburg keine Überraschung geben. Für Rudi Völler ist es wichtig, die richtige Mischung zwischen schweren und leichten Gegnern zu finden. Aber das ist die Entscheidung von Rudi, ich bin weit weg", sagte der frühere "Terrier".

Die Chancen des deutschen Teams bei der WM sieht Vogts trotz der Verletzungsprobleme durchaus optimistisch: "Ausfälle hat jede Nation. Es hängt von einem guten Start ab, ob man von einer Euphorie getragen wird. Dann braucht man auch das nötige Quäntchen Glück. Aber Rudi ist ein guter Trainer, er wird das Glück erzwingen. " Für den Weltmeister von 1974 gehört Deutschland trotz der zuletzt ausgebliebenen Erfolge zu den Turnier-Favoriten in Asien.

"Nach Frankreich und Agentinien steht Deutschland mit England, Italien und Brasilien in der zweiten Reihe. Auch diese Mannschaften können gewinnen", meinte Vogts. Eine Sensation traut der Coach aber anderen Teilnehmern zu: "Einer afrikanischen Mannschaft könnte durchaus eine Überraschung gelingen. Und da sind vor allem Kamerun und Nigeria zu nenen." Auch das Bundesliga-Finale hat der frühere Profi von Borussia Mönchengladbach mit Spannung verfolgt. "Es ist super, was Matthias Sammer geschaftt. Das war sicher nicht einfach, vor allem mit den Brasilianern", lobt Vogts seinen ehemaligen Vorzeige-Schützling in der Nationalmannschaft und betont gleichzeitig seine Hochachtung für den Meistertrainer: "Matthias ist ein Fußball-Besessener. Er lebt 24 Stunden für den Fußball, und nur so kann man Erfolg haben."

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