Auffälligkeiten im Vorfeld einer Adc-hoc-Mitteilung
BaWe überprüft Handelsverlauf von AmaTech-Aktien

Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel überprüft nach eigenen Angaben den Handelsverlauf der AmaTech-Aktie vor der Gewinnwarnung des Unternehmens am Dienstag.

Reuters FRANKFURT. Grund dafür seien Auffälligkeiten im Vorfeld der Adc-hoc-Mitteilung des Unternehmens, sagte BaWe-Sprecherin Sabine Reimer der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. AmaTech hatte am Dienstagnachmittag mitgeteilt, im Geschäftsjahr 2000 entgegen den eigenen Erwartungen einen Verlust erzielt zu haben. Auch im laufende Jahr rechne Amatech nicht mit einem Gewinn. Bereits im Vorfeld der Pflichtmitteilung war die am Neuen Markt notierte Aktie am Dienstagnachmittag um zeitweilig mehr als 40 % eingebrochen. AmaTech-Sprecherin Claudia Henne sagte Reuters, "wir wissen selbst nicht was da los war, und sind bemüht, das herauszufinden".

AmaTech sei bereits dabei, Kontakt zur Handelsüberwachung aufzunehmen, sagte Henne. Der Vorstand der Gesellschaft habe vor der Pflichtmitteilung keine Aktien verkauft, fügte sie hinzu. Nach Angaben von Reimer überprüfen Marktanalysten nun den Handelsverlauf der AmaTech-Aktie auf Unregelmäßigkeiten. Falls es Unregelmäßigkeiten beim Kursverlauf gegeben haben sollte, käme es zu einer Insideruntersuchung, sagte Reimer.

AmaTech hatte am Dienstag für das Geschäftsjahr 2000 einen Fehlbetrag von vier Mill. Euro nach 1,4 Mill. Euro im Vorjahr bekannt gegeben. Der Spezialist für Technologie zur kontaktlosen Datenübetragung aus Pfronten hatte nach eigenen Angaben für 2000 einen operativen Gewinn von 1,1 Mill. Euro erwartet. Als Begründung für die verfehlten Planzahlen nannte AmaTech hohe Kosten für die Expansion ins Ausland sowie hohe Marketingaufwendungen. Der Umsatz ist den Angaben zufolge im Jahr 2000 auf 20,5 (10,9) Mill. Euro gestiegen. Auch für das laufende Jahr sei anders als geplant nicht mit einem positiven Ergebnis zu rechnen. Bei 37 Mill. Euro Umsatz erwarte AmaTech 2001 einen Verlust von acht Mill. Euro.

Die AmaTech-Aktien wurden nach der Pflichtmitteilung am Dienstagnachmittag von der Deutschen Börse AG vom Handel ausgesetzt. Bis dahin verloren die Papiere 44 % auf 7,50 Euro. Nach Wiederaufnahme des Handels brachen die Aktien weiter ein und fielen auf ein Allzeittief von 3,30 Euro. Am Mittwochvormittag notierte die AmaTech-Aktie in einem freundliche Marktumfeld zeitweise um mehr als 16 % im Minus bei 3,60 Euro.

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