Auffangbecken sollen gebaut werden
Kampf gegen das Wasser kostet Den Haag Milliarden

dpa DEN HAAG. Durch höhere Deiche allein lassen sich die Niederlande nicht länger vor Hochwasser schützen. Deshalb müsse die Regierung in Den Haag in den nächsten 50 Jahren zusätzlich 25 Mrd. Gulden (22 Mrd. DM) ausgeben und große Auffangbecken bauen. Diese Forderung einer Kommission von Wasser-Experten ist am Donnerstag von der Regierung positiv aufgenommen worden.

Viel zu lange habe man versucht, steigendes Wasser in ein Korsett von Deichen zu pressen, kritisierten die Experten. Wenn die ihren Dienst versagten, seien die Folgen enorm. Staatssekretärin Monique de Vries vom Verkehrsministerium in Den Haag räumte ein, dass bei der Raumplanung zu wenig auf die Hochwassergefahren geachtet worden sei. "Wir müssen mehr Rücksicht darauf nehmen, dass wir in einem Delta leben", meinte sie. Die Regierung wird Ende des Jahres offiziell über die Forderungen der Fachleute beraten.

Die Experten fordern in einem Untersuchungsbericht, dass allein bis zum Jahr 2015 insgesamt 60 000 Hektar als Auffangbecken für Hochwasser von Rhein, Maas und Ijsselmeer bereitgestellt werden. Als eine Konsequenz etwa der Überschwemmungskatastrophe von 1998 müssten insbesondere im Westen der Niederlande große Flächen allein als Sammel- und Ablaufbecken reserviert werden.

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