Auffanggesellschaft für Kirch Media
Springer und das Fernsehen

Die Axel-Springer-Verlag AG entdeckt das Fernsehgeschäft neu. Fernsehen sei die ideale Ergänzung zu Zeitungsgeschäft und Multimedia, und es biete sich eine einmalige Chance, im deutschen Markt wieder eine strategische Rolle zu spielen, hieß es gestern aus dem Umfeld von Springer-Chef Mathias Döpfner. Die Gelegenheit ist die Auffanggesellschaft für Kirch Media, an der sich Springer nun beteiligen will.

hps DÜSSELDORF. Der Zeitungskonzern will insbesondere seine Position bei Leo Kirchs Fernsehholding Pro Sieben Sat 1 Media AG ausbauen. Springer erhofft sich einen Anteil von mehr als 25 % am profitablen Münchner Fernsehkonzern mit seinen Sendern Sat 1, Pro Sieben, Kabel 1 und N 24.

Von einem Kurswechsel will bei Springer niemand sprechen. Tatsächlich hat sich Springer nie vollständig von den TV-Aktivitäten verabschiedet. Der Konzern besitzt Produktionsfirmen wie die Axel-Springer-TV-Produktions und Cinecentrum, ist am Studio Hamburg und zusammen mit Kirch am Lokalsender Hamburg 1 beteiligt.

Auch personell wurde aufgerüstet: Döpfner holte den TV-Produzenten Hubertus Meyer-Burckhardt als TV-Vorstand in die Führungsspitze, und Anfang April trat der langjährige ZDF-Intendant Dieter Stolte als Herausgeber der Zeitung "Die Welt" in Springer-Dienste. Stolte wird Döpfner jedoch offenbar nur beratend zur Verfügung stehen - einen weiteren Posten will der 67-Jährige mit seinen exzellenten Branchenkontakten nicht mehr übernehmen.

Quelle: HANDELSBLATT.

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