Aufforderung an die Kartellbehörde
Verbraucherschützer werfen Suchmaschinen Schleichwerbung vor

US-Verbraucherschützer haben mehreren großen Internet-Suchmaschinen Schleichwerbung vorgeworfen und die Kartellbehörde FTC aufgefordert, die Geschäftspraktiken der dahinter stehenden Firmen zu untersuchen.

Reuters SAN FRANCISCO. Die Ergebnisse der Suchmaschinen erweckten den Anschein der Objektivität, teilte die Verbraucherschutzgruppe Commercial Alert am Montag (Ortszeit) in Portland im US-Bundesstaat Oregon mit. In Wahrheit seien die Suchergebnisse aber getarnte Werbung, für die Unternehmen bezahlt hätten. Die Kritik richtet sich gegen Suchmaschinen von Altavista, AOL Time Warner , Microsoft , TerraLycos, Direct Hit Technologies, Iwon und Looksmart.

Eine Looksmart-Sprecherin wies die Vorwürfe als haltlos zurück. Commercial Alert betonte, dass sich nicht alle Suchmaschinen dieser Praxis anschlössen. So weise die Suchmaschine Google ausdrücklich darauf hin, wenn Verweise auf bestimmte Websites von den dahinter stehenden Firmen bezahlt wurden. Die Federal Trade Commission (FTC) solle dafür sorgen, dass niemand durch Schleichwerbung in die Irre geführt werde, begründete Commercial Alert die Aufforderung an die Kartellwächter.

"Was die Leute nicht wissen, ist, dass sie keine redaktionelle Auswahl mehr bekommen, sondern die Gelben Seiten", sagte Danny Sullivan von der Website SearchEngingeWatch.com. Im vergangenen Jahr hätten angesichts der Werbeflaute immer mehr Suchmaschinen auf Umsatz dadurch gehofft, Links gegen Bezahlung aufzunehmen.

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