Aufgabe paneuropäischer Expansion
KPN hält an E-Plus fest

Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN will seine deutsche Mobilfunktochter E-Plus nicht verkaufen. Wie KPN-Finanzvorstand Maarten Henderson am Mittwoch in Den Haag sagte, wird der Konzern Abschreibungen zwischen neun und 11 Mrd. Euro auf E-Plus vornehmen. KPN hatte E-Plus 1999 für rund 9 Mrd. Euro erworben.

ddp-vwd DEN HAAG. Wie KPN weiter mitteilte, stieg der Umsatz des Konzerns im dritten Quartal um 13,4 % auf 3,1 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs um 19,1 % auf 921 Mill. Euro. Der Nettoverlust betrug den Angaben zufolge 341 Mill. Euro nach 366 Mill. in der Vorjahresperiode. Der Konzern kündigte Pläne zur Umstrukturierung des Unternehmens an. Sie enthalten die Aufgabe der pan-europäischen Expansionspläne und die künftige Fokussierung auf die Niederlande, Deutschland und Belgien. Zur Reduzierung des Schuldenstandes von jetzt über 22 Milliarden bis Ende 2002 auf 14 Mrd. Euro ist auch der Verkauf von Nicht-Kernbeteiligungen vorgesehen. Zudem wurde eine Kapitalerhöhung angekündigt.

An dem drittgrößten deutschen Mobilfunkbetreiber E-Plus (7,53 Millionen Kunden) hält KPN über seine Tochter KPN Mobile 77,5 %. 22,5 % besitzt die US-Gesellschaft Bell South. Über E-Plus ersteigerte KPN Mobile eine UMTS-Lizenz in Deutschland.

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