Aufhellung durch den Autosektor
Europäische Börsen: Techwerte schwach

Die grösseren europäischen Aktienbörsen haben am Montag schwächer geschlossen. Aufgrund des Feiertags an der Londoner Börse blieben die Umsätze gering. Grösste Verlierer waren insgesamt die Technologietitel. Für Aufhellung sorgt dagegen der Autosektor.

DÜSSELDORF. Der Stoxx-50-Index notierte 0,82 Prozent tiefer bei 3 330,3 Punkten. Der Tech-Stoxx Sub-Index gab 2,4 Prozent nach. Schwergewicht Nokia belastete den Index dabei mit einem Minus von 4,9 Prozent. Die Nokia-Titel haben seit April, als der Telekomausrüster sein Umsatzausblick gesenkt hatte, über 30 Prozent ihres Wertes eingebüsst. Die andauernde Kursschwäche verstärke Befürchtungen, Nokia könnte an seinem Berichtstermin im Juni eine weitere Ergebniswarnung veröffentlichen, hiess es am Markt.

Halbleiterwerte wie ASML und STMicroelectronics, die gut fünf Prozent verloren, wurden laut Händlern von Xilinx belastet. Der US-Chipkonzern hatte zwar einen Umsatzanstieg prognostiziert, dabei aber die Erwartungen des Marktes unterboten. Bei den Autotiteln verloren Volkswagen über ein Prozent. Der Autokonzern plant den Rückruf von 950 000 Autos wegen eines technischen Problems im Bremssystem. Daimler-Chrysler lagen dagegen knapp im Plus.

LONDON - Die Londoner Börse blieb am Montag aufgrund eines Feiertages geschlossen. Der Handel wird erst am Mittwoch wieder aufgenommen.

ZÜRICH - Die Schweizer Aktien gaben trotz insgesamt positiver Konjunkturdaten aus dem In- und Ausland auf breiter Front nach. Händler sprachen aber von einem sehr ruhigen Geschäft mit dünnen Umsätzen. Trotz guten Konjunkturdaten gaben die US-Aktien weiter nach und liessen manchen Gewinn dahin schmelzen. Der SMI schloss 0,36 Prozent tiefer bei 6 551,1 Punkten. Die Fusion der beiden Genfer Privatbanken Darier Hentsch und Lombard Odier habe keine lebhaftere Phantasie auslösen können, hiess es. Bei den Banken stiegen Vontobel 1,4 Prozent und Julius Bär waren gut gehalten. UBS schlossen gehalten und CS Group etwas leichter.

PARIS - An der Pariser Börse führten STMicroelectronics die Verluste bei den Technologiewerten an. Der CAC-40-Index verlor 1,11 Prozent auf 4 227,15 Zähler. Die STM-Titel notierten 5,1 Prozent im Minus und Thomson Multimedia büssten 3,4 Prozent ein. Cap Gemini gaben mit minus 1,6 Prozent ebenfalls nach. Die Titel des Erdölkonzerns TotalFina gingen 1,4 Prozent schwächer aus dem Handel.

AMSTERDAM/BRÜSSEL - Die Benelux-Börsen tendierten schwächer. Der Amsterdamer AEX-Index verlor 1,34 Prozent auf 478,05 Punkte, während der Brüsseler Bel20-Index 0,73 Prozent auf 2 707,62 Zähler nachgab. Haupverlierer waren die Technologietitel, darunter ASML mit minus 5,2 Prozent und Philips mit minus 3,6 Prozent. Als Belastung erwiesen sich laut Händlern auch die Titel des Telekomkonzerns KPNQwest, die über 70 Prozent verloren, nachdem das Unternehmen am Freitag den Konkurs erklärt hatte. In Brüssel stiegen die Titel von Ion Beam Applications gegen den Trend 2,1 Prozent. Das Unternehmen hatte die Verlängerung eines Vertrages mit der US-Post mitgeteilt. Im Vorfeld seines Quartalsberichts verbuchte Einzelhändler Ahold ein Minus von 0,2 Prozent.

MAILAND - Der Mib30-Index in Mailand verlor 1,41 Prozent auf 29 529 Zähler. Die Verluste des Chiperzeugers STM von 4,8 Prozent belasteten den Markt. Andere Technologie- und Telekomwerte gaben ebenfalls nach. Fiat gehörten mit plus 0,5 Prozent dagegen zu den Kursgewinnern.

MADRID - Die spanische Börse gab etwas nach. Der Ibex-35 verlor 0,63 Prozent auf rund 7 899,7 Punkte. Die schwergewichtigen Telefonica verloren bis zum Schluss 1,9 Prozent. Bei den Grossbanken verloren Santander Central Hispano 1,2 Prozent, während BBVA 0,6 Prozent anzogen. Erneut gesucht waren Titel im Bausektor wie FCC mit plus 4,1 Prozent und Dragados , die ein Prozent stiegen. Händler verwiesen auf Fusiongerüchte im Bausektor. Die Ausnahme waren Groupo Ferrovial , die 1,4 Prozent nachgaben.

STOCKHOLM - Die skandinavischen Aktienmärkte gaben erneut nach. Der DJ StoxxNordic-Index notierte ein Prozent schwächer bei rund 290 Punkten. Dem Markt würden momentan positive Neuigkeiten fehlen, die Konjunktursorgen zerstreuen könnten, hiess es. Schwergewicht Nokia verlor gut fünf Prozent. Der Markt warte auf den Zwischenbericht von Nokia und anderen Hightechunternehmen wie Intel . Ericsson rutschten im Verlauf ebenfalls ins Minus.

WIEN - Die Wiener Börse startet mit zwei Punkten Plus in die neue Woche. Nach tagsüber leichterer Tendenz zog der ATX mit den Schlusskursen knapp über das Freitagsniveau. Die Aktivitäten hielten sich aber in Grenzen hielten. Lediglich selektives Interesse in einigen Titeln war zu beobachten, wie Händler erklärten. RHI stiegen 2,8 Prozent auf 7,30 Euro. Der Verkauf der Engineering-Sparte werde positiv angesehen. Der ATX-Index notierte 0,16 Prozent fester auf 1 303,73 Punkten.

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