Aufholjagd der Damen
Deutsche Teams mit klaren Siegen bei der Hockey-EM

Mit klaren Siegen haben die beiden deutschen Teams bei der Feldhockey-Europameisterschaft einen Auftakt nach Maß hingelegt. Die Damen siegten 8:3 gegen die Ukraine und die Herren 4:1 gegen Belgien.

HB/dpa BARCELONA. Die Titelverteidiger von Herren-Bundestrainer Bernhard Peters lösten am Montag in Barcelona beim 4:1 (4:1) über Außenseiter Belgien ihre Pflichtaufgabe wie erwartet souverän, verpassten dabei aber einen deutlich höheren Sieg. Die Damen des Deutschen Hockey- Bundes (DHB) ließen durch einen unerwartet glatten 8:3 (3:2)- Starterfolg über die Ukraine aufhorchen und nahmen damit ebenso Kurs auf das gemeinsame Zwischenziel Halbfinal-Qualifikation.

"Der klare Sieg geht in Ordnung, aber mit der Chancenverwertung bin ich gar nicht zufrieden", lobte und tadelte Herren-Coach Peters seine Mannen. Das mit 15 Weltmeistern im Kader gespickte Team steckte den Schock des frühen 0:1 durch Maxime Luycx (11.) weg und kehrte vor allem dank einer starken Ecken-Ausbeute schnell auf die Siegerstraße zurück. Björn Michel (17.), Christoph Bechmann (19.) und Florian Kunz (27.) - alle nach Strafecken - sowie Björn Emmerling (32.) machten schon bis zur Pause alles klar. Auch danach setzte der Welt- und Europameister das einseitige Spiel auf das belgische Tor nahezu ungebremst fort und erspielte sich dabei auch eine Unmenge an Chancen, ließ aber noch die nötige Treffsicherheit vermissen.

Zuvor hatte das "schwache Geschlecht" Stärke demonstriert und dank eines furiosen Endspurts eine gute Ausgangsposition erkämpft. Mit 5 Toren in 15 Minuten stellte das Team von Bundestrainer Markus Weise in der Schlussphase den klaren Erfolg über die stark eingeschätzte Ukraine sicher. "Unser Sieg ist verdient, auch wenn er durch unsere gute Ecken- und Chancenverwertung sicher etwas hoch ausgefallen ist", urteilte Weise nach dem ungemein wichtigen Sieg im Richtung weisenden ersten Turnier-Match über den EM-Siebten von 1999. "Ich bin sicher, dass die Ukraine hier kein Spiel mehr so hoch verlieren wird."

Denise Klecker und Nadine Ernsting-Krienke (je 2) waren die besten Torschützinnen. Fanny Rinne, Cornelia Reiter, Caroline Casaretto und Mandy Haase steuerten die übrigen Tore bei. Die anfangs verkrampft wirkende junge Elf musste lange kämpfen, um am Ende sicher die Punkte zu holen. Bis zur 54. Minute hielten die robusten und unangenehm zu spielenden Ukrainerinnen ein 3:3 - und zwangen Torfrau Louisa Walter zu einigen guten Paraden. Erst der erneute Führungstreffer durch die Rekord-Internationale Ernsting-Krienke brach dann den Bann. Im Drei- Minuten-Takt fielen die Tore zum vorentscheidenden 6:3. Am Ende tat die DHB-Auswahl, die am Mittwoch auf Wales (unterlag Irland mit 0:1) trifft, gegen nachlassende Ukrainerinnen noch etwas für ihr Torkonto.

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