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Aufholjagd lässt auf sich warten

Es gibt einiges aufzuholen: Nachdem die Nasdaq in der vergangenen Woche über sieben Prozent verlor, kann das Technologiebarometer am Montag leicht zulegen. Immer noch ist die gefährliche 2000er-Marke aber zum Greifen nah und könnte demnächst unterschritten werden. Der Dow Jones-Index hat die Seiten gewechselt und bewegt sich zur Mittagsstunde in negativem Terrain.

Die Arbeitsmarktdaten sind offenbar verdaut und auch die Gewinnwarnungen von EMC und AMD, die am Freitag für eine schwache Börse sorgten, sind kein Thema mehr.

Die optimistischen Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Kursverluste der letzten Tage übertrieben waren. Sollten die in den kommenden Wochen veröffentlichten Quartalszahlen im Rahmen der Erwartungen oder sogar leicht besser ausfallen, dann wäre dies sicher eine gute Basis für steigende Kurse im breiten Markt. Doch nach wie vor prasseln die Gewinn- und Umsatzwarnungen auf das Parkett. In dieser Hinsicht ist dieser Montag immerhin eher ruhig. Nur kleinere Unternehmen haben schlechte Meldungen veröffentlicht.

Aktien aus den Bereichen Chip, Biotechnologie und Netzwerk steigen überdurchschnittlich. Auch Pharmapapiere können sich gegen den eher negativen Trend verbessern - Merck sowie Johnson&Johnson legen zu. Abwärts geht es hingegen für Ölwerte.

Der größte Gewinner im Dow Jones-Index und der größte Verlierer an der Nasdaq haben etwas gemeinsam. Der Telefongigant AT&T hat von Comcast ein Angebot bekommen. Für umgerechnet 133 Milliarden Mark möchte der Kabelnetzbetreiber Comcast die Kabelsparte von AT&T übernehmen. Damit hätte Comcast dann 22 Millionen Kunden und würde ein Drittel des US-Marktes abdecken. Für AT&T wäre das ein gutes Geschäft, sagen sich zumindest die Anleger und lassen die Aktie um über zehn Prozent nach oben schnellen. Comcast hingegen verliert rund acht Prozent.

Boeing steht unter Druck, nachdem Spekulationen auf dem Parkett aufkamen, dass der Flugzeughersteller zu viele weiße Seiten in seinem Orderbuch am Ende des Jahres übrig haben wird. Im vergangenen Jahr konnte Boeing zum selben Zeitpunkt schon 321 Maschinen absetzen, während zurzeit nur 180 Kaufaufträge anliegen.

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