Auflage für Ruhrgas-Übernahme
Eon muss sich vermutlich von ostdeutscher VNG trennen

Der Energiekonzern Eon wird sich voraussichtlich von dem ostdeutschen Gasversorger Verbundnetz Gas AG (VNG) trennen müssen, um die Genehmigung für die Übernahme der Ruhrgas AG zu erhalten.

juf/jsn DÜSSELDORF. Es sei damit zu rechnen, dass Eon und Ruhrgas ihre VNG-Anteile abgeben müssten, hieß es aus Kreisen der beteiligten Unternehmen. Eon hält derzeit 5,3 %, Ruhrgas 36,8 % der VNG-Anteile.

Nachdem das Bundeskartellamt Eon die Übernahme der Ferngasgesellschaft Ruhrgas untersagt hatte, wartet das Unternehmen auf eine Ausnahmegenehmigung des Bundeswirtschaftsministeriums. Eine Entscheidung steht offenbar kurz bevor. Eon-Chef Ulrich Hartmann wurde für kommenden Mittwoch zu einem Spitzentreffen in das Ministerium eingeladen.

Branchenkenner rechnen mit einer Genehmigung unter harten Auflagen. So soll unter anderem der Zugang der Konkurrenten zu den Pipelines der Ruhrgas erleichtert werden. Das Bundeswirtschaftsministerium bekräftigte gestern aber, dass noch keine Entscheidung gefallen sei.

Wie es aus den Unternehmen hieß, müsse bei einem Verkauf der von der Ruhrgas gehaltenen VNG-Anteile geklärt werden, wie die anderen Ruhrgas Aktionäre Shell und Esso entschädigt werden. Denkbar ist, dass sie die VNG-Anteile selbst übernehmen. Für die Anteile dürften sich aber auch internationale Konkurrenten wie Gaz de France interessieren. Die VNG ist mit einem Umsatz von zuletzt 3,1 Mrd. Euro der größte ostdeutsche Gasimporteur.

Quelle: Handelsblatt

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