Auflagen sind rückläufig
Börsengänge bescheren deutschen Zeitungen Anzeigenzuwächse

Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger bleibt die Zeitung Werbeträger Nummer eins. Die Anzeigenzuwächse im 1. Halbjahr 2000 seien vor allem auf Börsengänge zurück zu führen.

afp BERLIN. Börsengänge und die Liberalisierung der Strom- und Telekommärkte haben den deutschen Zeitungen in diesem Jahr Anzeigenzuwächse beschert. Gleichzeitig seien die Auflagen zuletzt aber zurückgegangen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Volker Schulze, am Mittwoch in Berlin. Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden demnach mit 30,5 Millionen Exemplaren 340 000 Stück oder 1,1 % weniger verkauft als noch ein Jahr zuvor. Besonders stark war der Rückgang in Ostdeutschland, wo 3,2 % weniger Zeitungen verkauft wurden. Für das vergangene Jahr errechnete der Verband eine Umsatzsteigerung für die Branche von 1,4 % auf 19,8 Mrd. DM (10,1 Mrd. Euro).

Im ersten Halbjahr habe die anziehende Konjunktur "das Anzeigengeschäft wieder belebt", sagte Schulze. Nach BDZV-Angaben stiegen die Anzeigenumfänge von Januar bis Juni um 6,6 %. Dazu habe auch ein Zuwachs der Stellenanzeigen beigetragen, die in der ersten Jahreshälfte um 27 % zulegten. Der Geschäftsführer der BDZV-Marktforschungstochter ZMG, Thomas Breyer-Mayländer, betonte, trotz eines stärkeren Wettbewerbs mit anderen Medien hätten sich die Zeitungen "auch 1999 mit einem Anteil von 28 % am Werbemarkt als Werbeträger Nummer eins behaupten" können.

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