Aufmerksamkeit der Investoren
Für Unternehmen steht viel auf dem Spiel

Ein kleiner Zirkel mit großer Macht: Der Arbeitskreis Aktienindizes entscheidet über die Neuordnung der deutschen Börsenbarometer.

FRANKFURT/MAIN. Die Plätze im Dax sind heiß begehrt, denn nur die Mitgliedschaft im Kreis der 30 größten deutschen Werte sichert die dauerhafte Aufmerksamkeit der großen internationalen Investoren. Für Aufsteiger zahlt sich das in der Regel in Kursgewinnen aus. Fonds, die sich eng am Dax orientieren, müssen sich mit Papieren des Neu-Mitglieds eindecken. Umgekehrt drohen Absteigern deutliche Einbußen an der Börse. So gab der Kurs von Karstadt, seit der Indexsitzung Mitte Februar um rund 20 % nach. Der Kaufhauskonzern musste seinen Dax-Platz für die Deutsche Post räumen.

Für die Unternehmen steht also viel auf dem Spiel. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Konzerne, egal ob es um Auf- oder Abstieg geht, alle Kräfte mobilisieren, um Banken mit Sitz im Arbeitskreis auf ihre Seite zu ziehen. Dabei konzentrieren sich die Unternehmen auf befreundete Institute, mit denen sie durch Geschäftsbeziehungen oder gar durch Beteiligungen verbunden sind. "Hier bestehen Interessenkonflikte", warnt Carsten Hilck, Indexexperte der Fondsgesellschaft Union-Investment. "Da das Gremium aber größer ist, bleibt zu hoffen, dass sich die einzelnen Interessen am Ende ausgleichen."

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