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Aufruf der Islamverbände gegen Gewalt

Die großen islamische Verbände in Deutschland unterstützen Demonstrationen „für ein friedliches Miteinander und gegen Terrorismus und Gewalt“.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die großen islamische Verbände in Deutschland unterstützen Demonstrationen "für ein friedliches Miteinander und gegen Terrorismus und Gewalt". In einem gemeinsamen Appell verwahrten sie sich am Dienstag in Frankfurt am Main zugleich gegen eine Gleichsetzung ihrer Religion mit Terrorismus und Gewalt.

Muslime dürften "nicht unter einen ständigen Generalverdacht" gestellt werden. Hinter den gemeinsamen Aufruf stellten sich unter anderen der Zentralrat der Muslime in Deutschland, die Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) und der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland.

Das Papier wurde bei einer Sitzung des Deutschen Islamforums in Frankfurt beschlossen, in dem christliche Vertreter regelmäßig den Dialog mit Muslimen suchen.

Der Aufruf zu einer muslimischen Demonstration gegen Terror am 21. November in Köln ist hingegen in den islamischen Gemeinden auf ein geteiltes Echo gestoßen. Die fundamentalistische Gruppierung Milli Görüs (Igmg) wird offiziell nicht an dem Protestzug in Köln teilnehmen, wie die Tageszeitung "Die Welt" (Mittwoch) berichtet. "Wir haben nichts gegen die Demonstration", sagte Igmg- Generalsekretär Oguz Ücüncü, aber die Planung des Veranstalters Ditib gebe anderen islamischen Organisationen kaum Spielraum. Ditib - Generalsekretär Ali Gülcek rief auch Nicht-Muslime und Politiker dazu auf, bei der Demonstration mitzumarschieren.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion will kommende Woche einen Antrag zum Islamismus in den Bundestag einbringen. Die Debatte über den politischen Islamismus und seine Bekämpfung gehöre ins Parlament, sagte Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) der Zeitung "Die Welt" (Mittwoch). Auch das ARD-Hauptstadtstudio berichtete von dem Antrag, in dem die in Deutschland lebenden Muslime zu besserer Zusammenarbeit bei der Verfolgung terroristischer Akte und von Volksverhetzung aufgefordert würden.

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