Aufschwung in zweiter Jahreshälfte
Issing: Wirtschaft der Euro-Zone hat Tal hinter sich

Die Wirtschaft der Euro-Zone hat nach Ansicht des Chefvolkswirts der Europäischen Zentralbank (EZB), Otmar Issing, Ende 2001 mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren tiefsten Punkt erreicht.

Reuters PARIS. "Der Aufschwung wird nicht plötzlich geschehen. Das Wachstum wird in der zweiten Jahreshälfte anziehen, selbst wenn es davor einige leichte Schwankungen auf Grund hoch fluktuativer Variablen wie den Aktien geben sollte", sagte Issing der französischen Tageszeitung "Les Echos" (Dienstagsausgabe). Das von der EZB prognostizierte Wirtschaftswachstum von zwei bis 2,5 % in den zwölf Ländern der Euro-Zone bis Ende 2002 hält Issing für realistisch. Er erwarte, dass die Inflation im zweiten Quartal 2002 unter zwei Prozent sinken werde, sagte Issing. Es sei aber nicht möglich, den exakten Monat oder den niedrigsten Level, auf den die Inflation fallen könnte, vorherzusagen.

Ab Februar sollte ein Abwärtstrend in der Statistik erkennbar sein, fügte Issing hinzu. Nach vorläufigen Schätzungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat stiegen die Verbraucherpreise im Februar um 2,5 % nach 2,7 % im Vormonat.

Vorschläge, die Wirtschaft der Euro-Zone mittels Lohn- und Gehaltserhöhungen anzustoßen, bezeichnete Issing als absurd. Die Forderung der IG Metall nach 6,5 % mehr Lohn und Gehalt sei unrealistisch und erschwerten die Situation. "Psychologisch stellt schon die Forderung ein Handicap für die wirtschaftliche Entwicklung dar", sagte Issing in "Les Echos".

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