Aufschwung trotz Belastung durch gestiegenene Ölpreise
Jahreswirtschaftsbericht bestätigt gute Konjunkturlage

Die Bundesregierung hat in ihrem Jahreswirtschaftsbericht ein positives Bild der Konjunkturlage in Deutschland und der Europäischen Union (EU) gezeichnet.

Reuters BERLIN. In dem am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedeten Bericht heißt es, die Aussichten für eine Fortsetzung der konjunkturellen Aufwärtsentwicklung in Deutschland seien weiterhin gut. Deutschland befinde sich trotz der Belastungen aus der Rohölverteuerung in einem robusten Konjunkturaufschwung, schreibt die Regierung in dem Bericht. Darin rechnet sie für 2001 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,75 nach 3,1 % im vergangenen Jahr. In der EU erwarte die Bundesregierung ein Wachstum von 3,0 nach 3,5 %.

Konjunkturelle Dynamik soll langsamer werden

Weiter heißt es in dem Bericht, zu dem robusten Wachstum trügen die nach wie vor günstigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die auf mittlere Sicht angelegte stabilitäts- und beschäftigungsorientierte Lohnpolitik, die wachstumsfördernde Finanzpolitik und die eingeleiteten Strukturreformen bei. So werde die Steuerreform dem privaten Konsum in diesem Jahr einen kräftigen Impuls verleihen und die Attraktivität des Standortes Deutschland verbessern. Gleichwohl werde sich die konjunkturelle Dynamik im Vergleich zu 2000 etwas verlangsamen. Insbesondere die strukturelle Anpassungskrise vor allem in der ostdeutschen Bauwirtschaft überlagere eine höhere Wachstumsdynamik in anderen Wirtschaftsbereichen.

Preisniveau soll stabil bleiben

Nach Einschätzung der Bundesregierung bleibt das Preisniveau in diesem Jahr stabil. Zudem werde sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter verbessern. In dem Bericht wird damit gerechnet, dass die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt 2001 um etwa 480 000 steigt. Die Zahl der Arbeitslosen werde um rund 270 000 auf 3,6 Mill. zurückgehen. Daraus ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 9,0 nach 9,6 % im vergangenen Jahr. Damit werde das Beschäftigungsziel aber noch nicht zufrieden stellend erreicht; dies gelte vor allem für die Lage in den neuen Ländern. Eine weitere Verringerung der Arbeitslosenzahl bleibe daher für die Regierung auch in der nächsten Zeit das wichtigste Ziel.

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