Aufseher plant neue Regeln
Schärfere Kontrollen für US-Analysten

Die US-Börsenaufsicht will strengere Regeln für Finanzanalysten entwickeln. Das sagte Aufseher Harvey Goldschmid von der Securities and Exchange Commission (SEC) vergangene Woche vor Unternehmensvorständen in Madison, US-Bundesstaat Wisconsin.

WSJ WASHINGTON. Die SEC wolle vorschreiben, dass Analysten unabhängig von den Investmentbanking-Abteilungen ihrer Bank arbeiten müssen, so Goldschmid. Er kündigte eine "umfassende Lösung mit strengen, national einheitlichen Regeln" an. Bestimmte Praktiken sollten explizit verboten werden. Innerhalb von zwölf Monaten könnten die neuen Regeln verabschiedet werden. Die Selbstregulierungsorgane der US-Börsen Nasdaq und Nyse haben ihre Standesregeln bereits verschärft.

In den USA stehen Investmentbanken derzeit unter Druck. Der US-Kongress untersucht, ob Analysten geschönte Anlageurteile abgaben, um Firmenkunden zufrieden zu stellen. Zudem prüft der New Yorker Oberstaatsanwalt Eliot Spitzer, ob Manager von Firmenkunden bei Börsengängen bevorzugt Aktien zugeteilt bekamen. Neben Merrill Lynch stehen auch die Citigroup-Tochter Salomon Smith Barney und die Credit-Suisse-Investmentsparte Credit Suisse First Boston im Kreuzfeuer der Kritik.

Goldschmid lobte ausdrücklich die Ermittlungen Eliot Spitzers gegen führende Wall-Street-Häuser. Kritiker werfen ihm allerdings vor, eine wahre Hexenjagd auf die Chefs der Investmentbanken zu betreiben. "Herr Spitzer hat seinem Land einen großen und wichtigen Dienst erwiesen", sagte der SEC-Aufseher, "wir müssen jetzt auf diese ersten Schritte aufbauen".

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