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Aufsichtsbehörde BaFin in Sachen Kirch Deutsche Bank durchsucht

In einem ungewöhnlichen Vorgang um die Finanznöte des früheren Medienmoguls Leo Kirch ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht (BaFin) von der Staatsanwaltschaft durchsucht worden. Die Behörde sei am 15. Juni von Beamten des Hessischen Landeskriminalamts durchsucht worden, bestätigte BaFin- Sprecherin Sabine Lautenschläger am Montag in Bonn einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

dpa-afx BONN. In einem ungewöhnlichen Vorgang um die Finanznöte des früheren Medienmoguls Leo Kirch ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht (BaFin) von der Staatsanwaltschaft durchsucht worden. Die Behörde sei am 15. Juni von Beamten des Hessischen Landeskriminalamts durchsucht worden, bestätigte BaFin- Sprecherin Sabine Lautenschläger am Montag in Bonn einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

Laut "Spiegel" sollen die Staatsanwälte dabei ein Schreiben der BaFin an den Vorstand der Deutschen Bank und weitere Schreiben gefunden haben. Die Behörde habe vor etwa drei Jahren festgestellt, dass die Gläubigerbanken der Kirch-Gruppe Fragen an deren nötiger Finanzkraft aufwarfen. Die Weitergabe solcher brisanter Informationen zu Risiken eines Kunden seien aber streng verboten und strafbar.

Die BaFin-Sprecherin wollte sich unter Verweis auf die Ermittlungen und Geheimhaltungspflichten nicht näher inhaltlich zu den Papieren und Vorgängen äußern. Die BaFin selbst sei jedoch als "Unverdächtige" durchsucht worden. Es sei ihr auch nicht klar gemacht worden, weshalb sie durchsucht worden sei. Die Staatsanwaltschaft habe auch nicht direkt nach dem Schreiben gefragt. Vernehmungen von BaFin-Mitarbeitern habe es auch nicht gegeben.

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